Plus500 Review: CFDs auf Kryptowährungen und 2.000 andere Finanzinstrumente

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Plus500-Review-Inhalte:

1. Plus500 – die Facts
2. Registrierung auf Plus500: Identifizierung fürs Cash-out
3. Einzahlen und Auszahlen, Kauf und Verkauf
4. Gebühren für Trades auf Plus500
5. Plus500 Review Check: Wie sicher und seriös ist die Plattform?
6. Plus500 Review Fazit: nicht easy für einen Großteil der Kleinanleger


Es ist eigentlich unsinnig, Plus500 mit anderen Kryptobörsen zu vergleichen. Plus500 ist nämlich gar keine Krypto-Exchange, sondern ein CFD-Handelsplatz.

Zur Erinnerung: CFD ist die Abkürzung für Contracts for Difference (Differenzkontrakt) – mit diesem Finanzinstrument wird (meist gehebelt) auf Kursentwicklungen der zugrunde liegenden Basiswerte gesetzt. CFDs sind einerseits hochspekulativ, Totalverluste sind möglich – andererseits kann man mit dem richtigen Riecher auch bei fallenden Kursen Profite realisieren.

Im Kryptobereich werden CFDs auf folgende Währungen angeboten:

Bitcoin Logo Ethereum Logo Ripple Logo Litecoin Logo NEO Logo IOTA Logo Monero Logo EOS Logo Stellar Logo cardano classic logo Tron Logo

 

Plus500 besteht selbst darauf, folgenden Warnhinweis zu kommunizieren: „76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.“

 

Plus500 – die Facts

Plus500 wird 2008 von den Abgängern des „Technion – Israel Institute of Technology“ gegründet: Gal Haber, Elad Ben-Izhak, Shlomi Weizmann, Shimon Sofer, Omer Elazari und Alon Gonen, wobei letzterer das Gründungskapital einbringt und Direktor der Company wird.

2009 bietet die Plus500 Gruppe als erstes Unternehmen weltweit CFDs auf Aktien ohne Vermittlungsgebühren an, 2011 erreicht sie 2 Millionen Transaktionen pro Monat. Plus500 Ltd geht 2013 im AIM-Sektor (Alternative Investment Market) der London Stock Exchange an die Börse. Seit vergangenem Jahr sind die Stammaktien von Plus500 Ltd für den Handel am Hauptmarkt der Londoner Börse für börsennotierte Unternehmen notiert. Mittlerweile ist auch Plus500 Ltd dem UK FTSE 250-Index der führenden börsennotierten mittelständischen Unternehmen beigetreten.

Der scheinbar kometenhafte Aufstieg kommt nur ein Mal ins Stocken: 2015 verliert die Aktie kurzfristig 60 Prozent an Wert, nachdem die Finanzaufsichtsbehörde die Accounts von Tradern aus UK wegen Geldwäscheverdacht vorübergehend sperrt.

Heute bietet Plus500 CFDs mehr als 2000 Finanzinstrumente an – einschließlich Werten wie Aktien, Devisen, Indizes, Rohstoffe, ETFs (Exchange Traded Funds), Optionen und Kryptowährungen. (Hier die Krypto-Monitor-Übersicht zu den Top-Kryptowährungen.)Plus500 Review: CFDs auf Kryptowährungen und 2.000 andere Finanzinstrumente

Hauptsitz ist Israel, die Handelsplattform Plus500 mit Zweigniederlassungen in den UK, in Australien, Singapur und Zypern ist in insgesamt 50 Ländern verfügbar, der Online-Service wird in 32 Sprachen angeboten. Es werden mehr als 317.000 aktive Kunden angegeben (allerdings mit dem Referenzjahr 2017).

Registrierung auf Plus500: Identifizierung fürs Cash-out

Einen Plus500 Demo Account können Sie mit einer funktionierenden E-Mail-Adresse und einem selbstgewählten Passwort eröffnet. (Wahlweise wird natürlich auch Smart-Login via Facebook und Google+ angeboten.) Plus500 stellt Ihnen ein zeitlich und im Umfang unbegrenztes Demo-Konto zur Verfügung, mit dem Sie unter echten Marktbedingungen, allerdings nur mit fiktivem Geld, experimentieren und üben können.

Bevor Sie echtes Geld investieren möchten, müssen Sie ein reguläres Konto eröffnen: Dazu zumindest eines Lichtbildausweises und gegebenenfalls auch eines Nachweises Ihres Wohnorts. Plus500 betont, dass zur Freischaltung noch weitere Informationen notwendig sein könnten, bevor das Konto freigeschaltet wird – und Sie erst dann zum Deposit berechtigt sind.

Wie bei CFD-Anbietern mittlerweile üblich, beinhaltet der Anmeldeprozess auch ein paar persönliche Fragen zu Ihren bisherigen Erfahrung im Handel mit Aktien sowie Wertpapier-Derivaten.

Einzahlen und Auszahlen, Kauf und Verkauf

Plus500 bietet eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie Geld aufs Trading-Konto bekommen: Debit-/Kreditkarten (Achtung, es werden ausschließlich VISA oder Mastercard Debit-/Kreditkarten akzeptiert), Elektronische Geldbörsen wie PayPal und Skrill sowie Banküberweisung. Mindestbeträge zur Einzahlung: 500 $ bei Banküberweisung. Bei Letzterer handelt es sich um eine direkte Bank-zu-Bank-Überweisung außerhalb der Online-Plattform; die Überweisungsdetails werden daher – automatisch – per E-Mail gesendet.

Zahlungsmittel Visa Zahlungsmittel Mastercard Zahlungsmittel Sepa Lastschrift Zahlungsmittel Skrill Zahlungsmittel Paypal

Dass externe Zahlungsabwicklungs-Dienstleister in den Geldfluss involviert sind, macht sich auch bei der Auszahlung bemerkbar: sie kann 1-3 Werktage dauern und durchläuft dabei die Stufen „Angefordert“,  „Genehmigt“ (die Auszahlung wurde von Plus500 autorisiert), „Genehmigt gesendet“ (Mittel wurden an externen Zahlungsabwickler übertragen) und „Genehmigt angekommen“ (hier kann es jedoch immer noch zu Verzögerungen im Clearing außerhalb des Einflussbereiches von Plus500 kommen).

Auch wenn der Auszahlungsprozess in der eigenen Kapitalverwaltung (Menüpunkt „Finanzielle Chronik“) mit oben ausgeführten Stufen mitzuverfolgen ist, so ist das Prozedere doch etwas umständlich und kann unter Umständen länger dauern, als es Plus500 lieb ist. Und, wie bereits oben erwähnt: Für die Auszahlung ist eine Identifizierung (Ausweis und Bestätigung des Wohnortes) zwingend erforderlich. Dies ist eine EU-Maßnahme zur Geldwäsche-Prophylaxe.

Grundsätzlich wird auf Plus500 mit CFDs gehandelt – also „Contract For Difference“-Spekulationen zur Kursentwicklung eines Wertes. Die Wertentwicklung wird also auf der Plattform abgebildet, und Ihre Einschätzung der Kursentwicklung beschert Ihnen dann Verluste oder Gewinne. Physischer Besitz dieser Werte, in die Sie investieren, ist nicht gegeben.

Auf Plus500 können Sie auf CFDs folgender Assets investieren: Kryptowährungen, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Aktien, Optionen, ETF (Exchange Traded Funds). Im Retail-Bereich werden maximal 1:30 Leverages angeboten, im Professional-Bereich maximal 1:300. Diese Hebel variieren von Asset-Klasse zu Asset-Klasse.

Gebühren für Trades auf Plus500

Wie Marktbegleiter eToro verrechnet auch Plus500 keine Kommissionen. Anstelle von Handelsgebühren treten Spreads, die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Damit macht die Plattform ihr Geld. Sie bewegen sich übrigens auch im Bereich der Spreads der Konkurrenz. Hier ein paar Beispiele:

Plus500 Review: CFDs auf Kryptowährungen und 2.000 andere Finanzinstrumente
BTC Spread

 

Plus500 Review: CFDs auf Kryptowährungen und 2.000 andere Finanzinstrumente
Ethereum Spread

 

Plus500 Review: CFDs auf Kryptowährungen und 2.000 andere Finanzinstrumente
Ripple Spread

Gebühren, die darüber hinaus anfallen: für Übernachtfinanzierung, Inaktivitätsgebühr, breiterer Spread bei garantierter Stop-Order sowie Gebühren von externen Dienstleistern bei Ein- und Auszahlungen.

Plus500 Review Check: Wie sicher und seriös ist die Plattform?

Plus500 UK Ltd ist von der Britischen Finanzaufsichtsbehörde, Financial Conduct Authority (FRN 509909), zugelassen und reguliert. Alle Tochtergesellschaften sind ebenfalls in den Ländern, in denen sie operieren, vollständig zugelassen und reguliert. Darüber hinaus werden nicht die Mittel der Kunden für das Hedging verwendet.

Kurz: der Broker ist seriös und gesetzlich reguliert. Sicher? – Siehe Fazit:

Plus500 Review Fazit: nicht easy für einen Großteil der Kleinanleger

Die Plattform ist recht übersichtlich gestaltet. Die App hat auch beste Noten im Apple App Store sowie bei Google Play. Der 24/7-Support ist ein weiteres Plus. Das einzige – nicht unerhebliche Minus – ist die Natur eines CFD-Anbieters per se. (Siehe Warnhinweis oben.)

Fazit: Für Spekulationsfreudige ist Plus500 sicher ein Top-Tool. Aber CFDs sind nun mal hochspekulativ, und dazu kommt der etwas komplizierte Auszahlungsprozess, der zur Nervenprobe werden kann.

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Plus500 Review: 4 von 5 Coins auf unserem Krypto-Monitor.

 

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Sascha Bém

Sascha Bém, Chefredakteur des Krypto-Monitors, ist erfahrener Journalist und Medienmacher. Er arbeitete in den vergangenen 20 Jahren in den Bereichen Tageszeitung, Magazin sowie Online – sowohl als publizierender Autor als auch als Chefredakteur – und unterstützt Organisationen als Medien- und Kommunikationsberater.
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