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Bitget Review

Bitget: Riese mit neuem Europa-Akzent

Verfügbare Kryptowährungen

usd-coin-logo
Mehrere Hundert Coins…

Einzahlungen

Zahlungsmittel Mastercard
Plus

+ Riesiges Angebot
+ Copy Trading

Minus

– NOCH keine MiCAR-Lizenz

Bitget ist eine global ausgerichtete Krypto-Börse mit starkem Fokus auf Futures‑Trading und Copy‑Trading, sehr niedrigen Gebühren und solider Sicherheitsarchitektur – aber ohne EU‑Regulierung und mit klarer Ausrichtung auf aktive Trader statt absolute AnfängerInnen.

Bitget-Review-Inhalte:

1. Facts
2. Gebühren & Produkte
3. Sicherheit & Regulierung
4. User Experience & Support
5. Fazit

1. Facts

Bitget wurde 2018 in Singapur gegründet und hat sich in den letzten Jahren von einer reinen Derivate‑Börse zu einer vollwertigen Exchange mit Spot‑Handel, Futures, Copy‑Trading, Earn‑Produkten und eigener Wallet entwickelt. Bitget listet mehrere hundert Coins sowie über 700 Handelspaare und positioniert sich damit im Bereich der „Großbörsen“ – mit Fokus auf Trader, die aktiv Altcoins, Perpetuals und Strategien handeln wollen. Sie ist eine der größten Börsen am Markt mit – laut Eigenangaben – 100 Mio. Kunden in mehr als 150 Ländern.

Regulierung findet – noch – nicht nach EU‑Standard statt. Allerdings wird gerade eine Wien-Depandance unter dem Juristen und Krypto-Spezialisten Oliver Stauber aufgebaut, mit der die MiCAR-Lizenz an Bord geholt werden soll.

Bitget arbeitet inzwischen mit mehreren internationalen Lizenzen (u. a. für Tbilisi Free Zone/Georgien sowie Registrierungen in Ländern wie UK, Italien, Polen, Litauen, Bulgarien), was die Compliance‑Basis verbessert, aber nicht mit einer vollharmonisierten EU‑Lizenz vergleichbar ist.


Besonders hervorgehoben wird die Sicherheitsarchitektur: Bitget veröffentlicht regelmäßige Proof‑of‑Reserves‑Berichte, kommt laut Analysen auf eine Überbesicherung von deutlich über 100 % (z. B. rund 180 %+ im Aggregat, mit teils über 300 % BTC‑Deckung) und unterhält einen hauseigenen „Protection Fund“ im mittleren bis hohen dreistelligen Millionen‑USDT‑Bereich. Externe Sicherheits‑Tracker wie CER.live führen Bitget mit einem AA‑Rating in der Spitzengruppe; hinzu kommen On‑Chain‑Wallets, die öffentlich einsehbar sind. Damit versucht die Börse sichtbar, das eigene Profil in Richtung „sicherer globaler Player“ zu schärfen – ein Punkt, der besonders nach den bekannten Börsen‑Insolvenzen der letzten Jahre entscheidend ist.

2. Gebühren & Produkte

Beim Gebührenmodell spielt Bitget seine größte Stärke aus: Im Spot‑Handel liegen Maker‑ und Taker‑Fees bei rund 0,10 %, im Futures‑Bereich sogar bei ca. 0,02 % Maker und 0,06 % Taker – Werte, die im direkten Vergleich mit anderen Großbörsen sehr konkurrenzfähig sind. Wer zusätzlich den hauseigenen Token BGB hält oder mit diesem zahlt, kann die Gebühren weiter reduzieren, was vor allem für Vieltrader interessant ist. Im Gegenzug gilt: Kauf per „Quick Buy“ (also Krypto gegen Kreditkarte/Fiat über Zahlungsdienstleister) ist spürbar teurer, hier greifen die üblichen Aufschläge der Partnerbanken – wie bei fast allen Exchanges.

Das Produktportfolio ist breit: Neben klassischem Spot‑Handel gibt es umfangreichen Derivate‑Handel mit bis zu 125x Hebel auf ausgewählte Paare, Copy‑Trading, bei dem Nutzer Strategien erfolgreicher Trader automatisch spiegeln können, sowie eine Palette automatisierter Tools (Trading‑Bots, Grid‑Bots, Quanto‑Swap‑Kontrakte, Strategien für DCA etc.). Dazu kommen Earn‑Produkte wie Flexible und Fixed Savings, Launchpads/Launchpools und gelegentliche Promotions für neue Listings, womit Bitget klar auf aktive, renditeorientierte Nutzer zielt. Für komplett unerfahrene Anleger:innen ist die Fülle an Optionen eher überwältigend, für ambitionierte Trader hingegen ein Pluspunkt.

3. Sicherheit & Regulierung

Auf der Sicherheitsseite setzt Bitget auf einen Mix aus technischer und finanzieller Absicherung. Auf Kontoebene gehören Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (2FA), Geräte‑Verifizierung, Anti‑Phishing‑Codes und Whitelist‑Funktionen für Auszahlungsadressen zum Standard; Auszahlungen an unbekannte Adressen lassen sich so zusätzlich absichern. Der überwiegende Teil der Kundengelder wird in Cold‑Storage‑Wallets verwahrt, während der oben erwähnte Protection Fund als zusätzliche Reserve für Notfälle dient. Proof‑of‑Reserves‑Berichte werden regelmäßig veröffentlicht, Nutzer:innen können ihre Guthaben per Merkle‑Tree selbst verifizieren – ein Schritt, der deutlich über das Minimum hinausgeht, das viele kleinere Börsen liefern.

Regulatorisch ist das Bild zweigeteilt: Positiv ist, dass Bitget überhaupt konkrete Lizenzen und Registrierungen in mehreren Jurisdiktionen vorweisen kann und KYC seit 2023 verpflichtend für alle NutzerInnen eingeführt hat – ein klarer Schritt in Richtung institutioneller und regulatorischer Akzeptanz. Gleichzeitig existiert keine vollwertige EU‑MiCA‑Lizenz, und auch wenn Länder wie Georgien, UK oder einzelne EU‑Staaten gewisse Rahmenbedingungen definieren, genießen KundInnen nicht den durchgehend harmonisierten Verbraucherschutz eines rein europäisch regulierten Brokers. Für deutschsprachige User ist das ein Unterschied zu Anbietern wie Bitpanda, die explizit in Österreich/Deutschland reguliert sind – und sollte bei der individuellen Risikoabwägung berücksichtigt werden.

4. User Experience & Support

In puncto User‑Experience orientiert sich Bitget deutlich an großen Playern wie Binance: Die Oberfläche wirkt vertraut, das Orderbuch‑Layout ist klassisch, und sowohl Webplattform als auch mobile Apps gelten als performant und stabil. Viele Nutzer:innen betonen, dass sich das Trading smooth und schnell anfühlt, insbesondere im Futures‑Bereich – inklusive tiefer Orderbücher und solider Liquidität auf den Hauptpaaren. Gleichzeitig zeigen einige Reviews, dass das Gesamtangebot für absolute Einsteiger:innen komplex sein kann, weil sehr viele Funktionen (Copy‑Trading, Bots, Derivate, Earn) gleichzeitig prominent platziert sind und damit zu Fehlklicks oder Fehleinschätzungen einladen können.

Support: Es gibt 24/7‑Support per Chat und Ticket, dazu eine recht umfangreiche Knowledge‑Base, Tutorials und Kampagnen rund um Sicherheit und Risikomanagement.

5. Fazit

Bitget ist eine Exchange für TraderInnen, nicht für SparerInnen. Die Kombination aus niedrigen Fees, breiter Produktpalette (inkl. Copy‑Trading und Derivaten), Proof‑of‑Reserves, hohem Sicherungsfonds und AA‑Sicherheitsrating macht die Plattform attraktiv für alle, die aktiv handeln und mit Hebel, Bots und Strategien arbeiten wollen.

Wer aktiv Futures und Altcoins tradet und Copy‑Trading als Tool nutzen will, bekommt mit Bitget ein leistungsfähiges, gebührenarmes Werkzeug – inklusive Sicherheitsfeatures, die im internationalen Vergleich durchaus überzeugen. Und: Vielleicht kommt ja bald die MiCAR-Lizenz als schlagkräftiges Argument dazu!