Nach 10-Mio.-Dollar-Token-Sale: „LimeWire zur ersten wirklich mainstreamtauglichen NFT-Plattform ausbauen“

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Die beiden Wiener Brüder Julian und Paul Zehetmayr haben schon einige erfolgreiche Exits hinter sich – etwa der Verkauf von Mobfox an Matomy Media und im Jänner 2021 apilayer an Idera. Beim einen Deal weiß man’s, beim anderen munkelt man von stattlichen zweistelligen Millionenbeträgen.

Jetzt machen die beiden Brüder wieder Schlagzeilen: Ihr Start-up LimeWire, der „Marktplatz für digitale Sammlerstücke“, sammelte gerade bei einem privaten Token Sale 10,4 Mio. US-Dollar ein. Mit an Bord sind unter anderem die Lead-Investoren Kraken Ventures, Arrington Capital und GSR. Aber auch Crypto.com Capital, CMCC Global, Hivemind, Hard Yaka, Red Beard Ventures, FiveT, 720Mau5 haben sich beteiligt.

Dass der Fonds hinter dem kanadischen Musikproduzenten Deadmau5 und DJ-Schwergewicht Steve Aoki auch ins Gesparte gegriffen haben, zeigt, wohin die Reise geht: Entertainment Business it is! Diesmal stehen die besten Kryptowährungen und das Kursgeschehen an den Kryptobörsen nicht im Mittelpunkt des Geschehens.

Wir haben dazu mit LimeWire COO Marcus Feistl (im Bild oben v.l.n.r. CCO Ivis Buric, Julian und Paul Zehetmayr, Marcus Feistl) gesprochen:

Krypto-Monitor: Gratulation zum erfolgreichen Private Token Sale! Ab Q4 soll es den LMWR public geben. Supply 1b. Wo und zu welchem Preis wird der Token voraussichtlich zu haben sein? 

Marcus Feistl: Wir planen, den Public Sale des LWMR-Tokens im vierten Quartal 2022 durchzuführen. Mit unserer Vision, NFTs für den Mainstream zugänglich zu machen, wollen wir so vielen Menschen wie möglich die Chance geben, am Public Sale teilzunehmen. Daher stehen wir bereits in engem Kontakt mit potenziellen Partnern für die Abwicklung und die anschließende Listung des Tokens. Wir werden beides bekannt geben, sobald eine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Die Idee des LMWR-Tokens ist es, den Nutzern eine noch tiefere Verbindung mit dem LimeWire-Ökosystem zu ermöglichen, indem sie an unserer Community teilnehmen, sich durch Abstimmungen über die Kuratierung und Moderation des Marktplatzes einbringen und sogar eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung spielen, welche aufstrebenden Künstler von LimeWire unterstützt und vorgestellt werden. Token-Inhaber werden auch in der Lage sein, ihre Plattform-Gebühren zu reduzieren und an einem Belohnungsprogramm teilzunehmen.


Krypto-Monitor: Ihr plant mit den Mitteln des Token Sales, einen NFT Handelsplatz „to a more mainstream audience“ aufzubauen. Wodurch wird sich der von beispielsweise OpenSea unterscheiden? 

Marcus Feistl: Wir sind der Meinung, dass es die meisten NFT-Plattformen Neulingen immer noch zu schwer machen, einzusteigen und mit dem Erstellen, Kaufen und Handeln von digitalen Sammlerstücken zu beginnen. Unser Ansatz ist es, einen Marktplatz mit einer niedrigen Einstiegshürde anzubieten, bei dem ein Großteil der technischen Details hinter den Kulissen erledigt wird. Nutzer kaufen digitale Sammlerstücke oftmals aus den gleichen Gründen, aus denen sie auch limitierte LPs kaufen würden. Es geht um das Sammeln, Tauschen und Genießen exklusiver Inhalte, und nicht um das Meistern technischer Hürden. Diese lassen in der derzeitigen NFT-Landschaft eine breitere Akzeptanz einfach nicht zu. Wir versuchen, LimeWire zur ersten wirklich mainstreamtauglichen NFT-Plattform auszubauen, die für jeden zugänglich ist, sowohl auf der Seite der Künstler als auch auf der Seite der Käufer. 

Krypto-Monitor: Ihr habt Steve Aoki und Deadmau5 an Bord; Schwerpunkt ist Musik. Was werden prototypische NFT Collectibles sein, die ihr anbieten werdet? 

Marcus Feistl: Wir sehen LimeWire als eine Möglichkeit für Künstler, Sichtbarkeit zu erlangen und durch die Monetarisierung von exklusiven und unveröffentlichten Inhalten einen zusätzlichen Vertriebs- und Einnahmekanal zu erschließen. Es gibt ein großes Potenzial für Inhalte wie bisher unveröffentlichte Demoversionen beliebter Songs, exklusive Bonustracks und Samples, aber auch für musikbezogene Sammlerstücke sowie digitale Kunstwerke. Wir haben in der gesamten Branche festgestellt, dass es ein Bedürfnis danach gibt, die Kontrolle und das Eigentum zurückzuerlangen, und wir sind hier, um dies für Künstler und Urheber zu ermöglichen.

Krypto-Monitor: Wie werden Künstler bei euch andocken können?

Marcus Feistl: Mit LimeWire können Musiker und musikverwandte Künstler Songs, EPs, Alben und alle musikbezogenen Bilder und Videos als NFTs auf dem LimeWire-Marktplatz anbieten und direkt an Fans und Sammler verkaufen. Musiker können Bonustracks und exklusives Material veröffentlichen, begrenzte Albumvorverkäufe vor der offiziellen Albumveröffentlichung durchführen, ungeschnittene oder Backstage-Inhalte verkaufen und vieles mehr. Das funktioniert bei LimeWire ganz einfach: Sie wählen einen Artikel aus, den sie zum Verkauf anbieten möchten, entscheiden sich für einen Festpreis oder eine Auktion, stellen den Artikel ein und warten darauf, dass die Leute anfangen, auf den Artikel zu bieten oder diesen zu kaufen.


Krypto-Monitor: Es gibt immer wieder Modelle, Verlagsrechte an die Blockchain zu bringen. Könnten NFTs als Einmaligkeits-Zertifikat und die Blockchain als unbestechlicher Datenträger generell das Handling von Urheberrechten neu definieren? 

Marcus Feistl: Das Thema Urheberrecht ist mit Sicherheit eine extrem schwierige Herausforderung. Wenn man sich ein JPEG ansieht, das auf der Blockchain liegt, kann jeder darauf zugreifen. Das ist nichts Schlechtes, denn es ist völlig transparent. Aber wenn es um Urheberrechte geht, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, und es gibt viele Beteiligte, die in Urheberrechte investieren, von Künstlern über Labels bis hin zu Streaming-Diensten. Heutzutage ist es sehr schwierig, nicht nur die Urheberrechte, sondern auch die Beteiligung an den Einnahmen für jeden dieser Stakeholder zu verfolgen. NFTs und Smart Contracts können diesen Prozess sicherlich vereinfachen, aber es ist noch ein weiter Weg bis zu einer breiten Akzeptanz der Technologie. Das ist auch der Grund, warum LimeWire NFTs zunächst keine Urheberrechte für NFT-Käufer mit sich bringen werden. Wir stehen voll hinter dem Konzept, es ist nur noch nicht reif für den Massenmarkt.

Krypto-Monitor: Auf eure Timeline online steht als Ziel „Official Launch into Film Industry“ im Q4 2022. Wenn alles klappt, was soll da passieren?  

Marcus Feistl: Unserer Ansicht nach befindet sich die Filmindustrie in Bezug auf NFTs in einem noch früheren Stadium als die Musikindustrie. Wir können hier zwar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wir können sagen, dass wir ein riesiges Potenzial für Filmemacher, Produzenten und Studios jeder Größe sehen, die das Konzept der Sammlerstücke auf der Blockchain nutzen könnten, um so ihr Angebot und ihr Ökosystem rund um eigene Inhalte weiter auszubauen. Im Moment liegt unser Hauptaugenmerk auf Musiksammlerstücken und musikbezogenen Kunstwerken.

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Standardbild
Sascha Bém
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