Binance stellt Verkauf von Aktien Token ein

Nachdem die führende Kryptobörse Binance unter steigenden Regulierungsdruck gerät, stellt Binance den Verkauf von sogenannten Aktien-Token ein. Diese Aktien-Token sind – ähnlich wie herkömmliche Wertpapiere – Firmenanteile, welche als digitale Assets auf der Blockchain erzeugt werden. Dabei ist es möglich, anstelle eines ganzen Aktion-Tokens nur einen Anteil dessen zu erwerben. Ihr Wert ist an den Kurs der zugrundeliegenden Aktien gekoppelt. 

Seit letztem Jahr stellt Binance diese Aktien-Token zur Verfügung. Unter anderem von der Kryptobörse Coinbase oder Tesla. 

Der Druck der Regulierungsbehörden auf die Kryptobörse steigt weiter an. Im April wurde dem Unternehmen von der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin ein Bußgeld in Millionenhöhe angedroht, weil die Aktien-Token ohne die erforderlichen Wertpapierunterlagen angeboten wurden. Laut der BaFin soll Binance gegen die in der EU geltende Prospektverordnung verstoßen haben. 

„In Deutschland dürfen Wertpapiere im Grundsatz – das heißt vorbehaltlich einer Prospektausnahme – nicht ohne die Veröffentlichung eines von der BaFin zuvor gebilligten Prospekts öffentlich angeboten werden. Im Rahmen einer solchen Billigung prüft die BaFin, ob der Prospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält und ob sein Inhalt verständlich und kohärent (widerspruchsfrei) ist“, heißt es seitens der Finanzaufsicht.

Diese Prospekte kann Binance auf seiner Internetseite allerdings nicht vorweisen. 

Binance Futures wird in Deutschland gestoppt

Binance stellt neben den Aktien-Token in Deutschland auch den Derivatehandel ein. Begründet wurde dies nicht, wer allerdings die jüngsten Entwicklungen rund um die Kryptobörse verfolgt hat, könnte einen Zusammenhang mit den immer wieder auftretenden Konflikten mit den Regulierungsbehörden verschiedener Länder sehen. 

Nutzer der Kryptobörse bekamen folgende Nachricht: „Mit sofortiger Wirkung können Benutzer aus diesen Ländern keine neuen Futures- oder Derivatekonten eröffnen. Mit Wirkung zu einem späteren Zeitpunkt, der in einer weiteren Mitteilung bekannt gegeben wird, haben Benutzer aus diesen Ländern 90 Tage Zeit, ihre offenen Positionen zu schließen.“

Alternativ können Anleger ihre Future-Trades auf anderen Handelsplätzen wie beispielsweise FTX, Bybit oder Kraken fortführen. 

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Philipp Weimer
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