Bitcoin statt Rubel: Russlands Führung sucht nach Alternativen fürs Exportgeschäft

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Verzweiflungstat, Bluff oder Strategie – wie so oft während Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine steht die westliche Welt vor einem Rätsel. Diesmal betrifft es allerdings nicht das Militär, sondern die Finanzgebarungen Russlands.

Putin hat bekanntlich angekündigt, sich zukünftig seine Öl- und Gasexporte nur mehr in der eigenen Landeswährung, dem Rubel, bezahlen zu lassen. Diese Drohung hat zwar kurzfristig den Rubel leicht stabilisiert, die Währung ist aber im bigger picture im freien Fall.

Jetzt ließ Pawel Zawalny, immerhin der Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Energie, in einem Interview aufhorchen: Russland sei nicht interessiert an Zahlungen mit Euro oder Dollar, da diese Währungen nicht mehr wert seien als „Bonbonpapier“. Man beharre auf Rubel. Allerdings: Befreundeten Ländern – sprich: vor allem China und der Türkei – gegenüber sei Russland flexibler bei den Zahlungsmodalitäten. „Man kann auch mit Bitcoin handeln“, so Zawalny.


Mit einem solchen Sager in der Position sind dir die Schlagzeilen sicher. Die Kryptobörsen hat’s ebenfalls gefreut; die Top-Kryptowährungen sind im Aufwind.

Aber ist mehr dahinter?

Die Türkei steckt selbst bis über beide Ohren in einer Abwärtsspirale. Die Türkische Lira verzeichnet mit mehr als 50% Wertverlust die höchste Inflationsrate seit 20 Jahren. Die Türkei hat bereits 2021 Bitcoin-Zahlungen verboten, um die Flucht der Landsleute vor der eigenen Lira in digitale Werte zu beschränken.

Würde nun die eigene Regierung russische Rechnungen in Bitcoin begleichen, wäre der Vertrauensverlust in die Landeswährung endgültig.

Und China? China hat den Bitcoin schon öfter verboten – und sitzt gegenüber Putin am längeren Ast. Warum sollte Staatschef Xi Jingping seine eigene Glaubwürdigkeit untergraben, um Russland aus einer argumentativen Sackgasse zu helfen?

Das Laut-Nachdenken Zawalnys über Bitcoin-Zahlungen ist wohl ein klassischer Fall fürs Bonbonpapier.

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Sascha Bém
Sascha Bém
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