16. Januar 2019

Ethereum Hard Fork: Weichenstellung zum „Killer Ecosystem“

swap bitcoin ethereum

Demnächst wird gegabelt: Ethereum steht mit Block 7,080.000 morgen eine Hard Fork bevor. (Anmerkung: Seit der ersten Veröffentlichung des Artikels wurde das Update aus Sicherheitsgründen verschoben. Es soll allerdings in 14 Stunden folgen. Siehe Countdown unten.)

Die Ethereum-Clientsoftware erfährt ein Update mit dem klingenden Namen Constantinople. Da es sich um eine von der Community angenommene Liste von Neuerungen handelt, ist keine Spaltung in zwei Varianten von Ethereum – wie unlängst bei Bitcoin Cash – zu erwarten. (Hier finden Sie unsere Übersicht über die wichtigsten Kryptowährungen.)

Was bringt Constantinople?

Beim Update geht es im Groben und Ganzen um Effizienzsteigerung, Skalierungserleichterungen und noch freundlicheres Smart-Contract-Handling. Darüber hinaus soll die Basis für State Channels geschaffen werden – quasi ein zweiter Layer, in dem Transaktionen verifizierbar werden, ohne die ganze Ethereum-Blockchain mitzuschleppen. Diese Off-Chain-Transaktionen wären naturgemäß ein großer Effizienzgewinn.

Und schließlich: Das Reward-Modell für Miner wird verändert (2 statt 3 ETH pro Block), mittelfristig wird wohl – eingeläutet mit einer Difficulty Bomb, dem exponentiellen Anstieg der Miningschwierigkeit – die Umstellung auf Proof of Stake erfolgen.

Inhaber von Ethereum müssen gar nichts machen, lediglich Miner und Betreiber von Full Nodes kommen an dem Update nicht vorbei.

Da ist was im Busch!

Im Vorfeld von Constantinople wurde schon mächtig Stimmung gemacht: Joe Lubin ist als CEO des Blockchain-Lösungsanbieters ConsenSys und Mitbegründer von Ethereum wohl nicht ganz unbefangen, aber er ließ zum Jahreswechsel bei der Devcon Prag, der alljährlichen Ethereum-Community-Convention, mit seiner Wortwahl aufhorchen.

Man sei mit der nächsten „Killer App“ auf dem Weg zu der Vision von Web3, das „Kreation, Ausgabe, Verteilung, Austausch und Management vieler verschiedener Krypto-Assets ermöglicht“. Ethereum ist laut Lubin „das Killer Ecosystem, das globale, wirtschatliche, soziale und politische Systeme verändern wird“.

Nicht ganz so euphorisch zeigt sich Google. Laut mehreren Quellen hat Google „Ethereum“ als Ad-Keyword black-gelistet – obwohl laut Google Werbung für Kryptowährungsbörsen (hier geht’s zu unserem Kryptobörsen-Vergleich) mit Zielgruppe USA und Japan zulässig seien.

Könnte dahinter stecken, dass Google Ventures Investor bei Ripple ist? Das wäre ein Ritterschlag für Ethereum und umso mehr ein Zeichen, dass wir uns von der aktuellen Nummer 3 der Kryptowährungen mit der größten Marktkapitalisierung – hinter, siehe da: Ripple – im kommenden Jahr einiges erwarten können.

Tipp für Adrenalin-Junkies: Hier geht’s zum Countdown bis zur Hard Fork.

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