Hype-Token: Solana übersteht sogar Blockchain-Blackout

Wir befinden uns im September 2021. Der ganze Kryptomarkt ist von schlechter Stimmung besetzt. Der ganze? Nein, ein von unbeugsamen Developern betriebener Token hört nicht auf, den Bären Widerstand zu leisten…

Solana SOL (u.a. bei Coinbase gehandelt) war auch in den vergangenen Tagen immer wieder antizyklisch im – teilweise spektakulären – Plus, während sogar die Top-Kryptowährungen strauchelten.

Der Hype ist so unbegründet nicht: Schließlich unterstützt Solana Smart Contracts genauso wie Ethereum, soll aber dank Proof of Stake effizienter und daher schneller sowie besser skalierbar sein.


In der Nacht auf heute erfuhr allerdings das so gelobte Netzwerk einen ziemlichen Dämpfer. Eine Bot-Attacke scheint mit mehrere Hunderttausend Transaktionen pro Sekunde die SOL-Blockchain überlastet zu haben. Solana auf Twitter: „Solana Mainnet Beta encountered a large increase in transaction load which peaked at 400,000 TPS.“

Als Folge gingen einige Nodes offline, das Netzwerk stand still.

Der Spuk dauerte allerdings nicht lange. Vor kurzem verkündete Solana via Twitter die erfolgreiche Installation des Upgrades 1.6.25. – die Funktionalität des Netzwerks soll bald wieder voll hergestellt sein.

Das Solana-Blackout lässt aber einige Branchenbeobachter ratlos zurück:

1. Trotz Netzwerk-Ausfall war der Kursverlust an den Kryptobörsen vergleichsweise überschaubar (gerade mal -2 bis 3% in 24h). Da haben wir schon ganz andere Abstürze in ähnlichen Situationen erlebt.

2. Es stellt sich die Frage: Wie dezentral ist das Solana-Netzwerk wirklich? Sowohl das Offline-Gehen als auch die „Reparatur“ gingen recht zügig vonstatten. Sind die Nodes so gut koordinierbar? Wie stabil und unmanipulierbar ist dann das Netzwerk generell?

Es scheint jedenfalls, sowohl bärige Marktstimmungen als auch sogar Abstürze können SOL nicht nachhaltig schaden.

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Sascha Bém
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