9. Oktober 2018

TRON: Mit Update zur Smart-Contract-Revolution?

tron neu tempo

Gestern gab’s das Update mit dem klingenden Namen „Odyssey 3.1“ für das Netzwerk-Protokoll TRON. Dann schoss Gründer Justin Sun einen unbescheidenen Tweet nach: Es würde nun eine neue Smart-Contract-Ära anbrechen, denn „TRON ist 200x schneller als ETH, 100x günstiger als EOS.“

Kurssprung an die Top-10

Sun, dem ein Naheverhältnis zu Alibaba-Gründer Jack Ma nachgesagt und ihm schon alleine deshalb zugehört wird, hatte dem TRON-Token TRX schon vor Monaten einen Aufstieg in die Top 10 der wertvollsten Kryptowährungen prophezeit. (Hier die unsere Übersicht über die wichtigsten Kryptowährungen.)

Beinahe wäre das auch eingetreten: Nach einem gestrigen Kurshoch landete der TRX auf Platz 11 laut coinmarketcap.com, wo er auch derzeit steht. Mittlerweile hat sich die Euphorie ein wenig gelegt, der Kurs gab in den vergangenen 24 Stunden ca. 5 Prozent an den Kryptobörsen wieder nach.

Back to the roots

Was steckt hinter TRON? Das ursprünglich auf Ethereum basierende und mittlerweile selbstständige Protokoll soll dabei helfen, einen Urgedanken des Internets und der Blockchain zu einer Renaissance zu verhelfen: die Dezentralisierung. Genauso wie Kryptowährungen bot auch das Web ursprünglich die Hoffnung einer Demokratisierung und Dezentralisierung. Doch mittlerweile regieren auch hier Big Player wie Google, Facebook, Amazon oder Alibaba das Netz.

TRON soll das geeignete Vehikel sein, um mittels Smart Contracts Inhalte im Netz selbst zu kontrollieren, Urheberrechte zu berücksichtigen und Leistungen abzurechnen. Sprich: Nicht etwa Google sackt die Mäuse für produzierten und konsumierten Content ein, sondern der Autor selbst. Inhalte und somit verrechenbare Leistungen können sein: Musik, Filme, Bilder, diverse Streaming-Dienste und Glücksspiele. Aber auch ein Fahrradverleih nützt bereits das Protokoll.

Diese Grundidee hinter TRON ist ebenso hehr wie ambitioniert. Mit dem gestrigen Update scheint man zumindest bei der technischen Machbarkeit ein großes Stück vorangekommen zu sein.

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