Zukunft des Bitcoins: Weg von Tech-Werten – hin zum Gold?

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Gewiss, die wichtigsten Kryptowährungen sind down. Aber ist es tatsächlich die Implosion einer Bubble, wie viele Krypto-Kritiker vermuten? Hatten Leute wie JPMorgan-Chef Jamie Dimon einst recht, als er hinter Bitcoin lediglich einen „Betrug“ vermutete (auch wenn er später seinen Kurs radikal änderte)? Platzt nun der Traum von einem dezentralen Finanzsystem?

Wenn man sich allerdings die Werteentwicklung des ersten Halbjahres 2022 im breiteren Tech-Spektrum ansieht, steht Bitcoin gar nicht mal so schlecht da!

Die Ursache? Hier sind sich die meisten Analysten recht einig: Mit der Zinserhöhung der FED wechselten viele Anleger raus aus den gehypten, aber relativ riskanten Tech-Werten (und raus aus den Kryptobörsen) – hin zu klassischeren Anlageformen wie dem Sparbuch, wo sich das Geld nun wieder sicherer vermehren soll.

Das Tech-Magazin t3.de rechnet vor, dass infolge der deutlichen Zinserhöhung der FED im Mai innerhalb von nur drei Handelstagen die Big Five der Tech-Branche (Google/Alphabet, Amazon, Facebook/Meta, Apple und Microsoft) – plus Tesla – zusammen über eine Billion Dollar an Börsenwert verloren.

Wenn dieser Zusammenhang so eindeutig ist, müsste er im Umkehrschluss bedeuten: In Europa hat die EZB den Leitzinssatz noch viel vorsichtiger angehoben, die Inflation ist nach wie vor hoch, dementsprechend attraktiv müssten digitale Assets immer noch für Anleger sein.


Wie kann es mit nun Kryptowährungen weitergehen? Jetzt, wo Zentralbanken gelernt haben könnten, wie auch dieser Markt über Umwege zu regulieren ist, wird er sich vielleicht in das volkswirtschaftliche Instrumentarium regulierter Finanzmärkte eingliedern lassen. Das wäre sicher nicht im Sinne des Erfinders, könnte aber eine stabilere Zukunft im Kursgeschehen bedeuten.

Warum sollten Behörden Kryptowährungen dann überhaupt zulassen? Gutes Argument: Weil es wieder ein Business ist, das – reguliert – entsprechende Steuereinnahmen verspricht. Bitcoin wäre dann wohl dort, wo Gold heute ist.

Und vielleicht sind sich die beiden Werte schon näher als gedacht: Der Goldkurs hat seit den FED-Entscheidungen auch ca. 4% nachgegeben.

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Sascha Bém
Sascha Bém
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