Krypto-Doomscrolling: Mit den Kursen überschlagen sich die News

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Die Achterbahnfahrt geht weiter. Zwar ist der Bitcoin-Kauf in den vergangenen 24 Stunden wieder über 20.00 € gestiegen, aber die Top-Kryptowährungen 2022 bleiben auf einem Drittel bis einem Viertel ihrer ATH-Werte von vergangenem Winter.

Der Tsunami an den Kryptobörsen schlägt hohe Wellen. Es wird immer schwieriger, den Überblick zu bewahren. Deswegen haben wir die wichtigsten News der vergangenen Tage zusammengefasst. Viel Spaß beim Doomscrolling.

Ungemach bei Binance & Co.

Changpeng Zhao, der CEO der größten Kryptobörse der Welt, hat sich noch unlängst optimistisch zur Lage geäußert: Der aktuelle Bärenmarkt sei eine ganz normale Kursbewegung, Binance selbst plane sogar, 2.000 neue Mitarbeiter zu rekrutieren.

Das bekannte Fiasko um Terra Stablecoin UST und Terra LUNA brachte Terra-Gründer Do Kwon schon ein Betrugsverfahren in Südkorea ein. Nun will eine Anlegergemeinschaft auch gegen Binance vor Gericht ziehen. Der Vorwurf: Der Verkauf von UST und LUNA sei als ein nicht registriertes illegales Wertpapiergeschäft zu betrachten.

Diese Sammelklage droht laut Anwalt der Anlegergemeinschaft genauso anderen Börsen wie Kraken, Gemini oder Coinbase.

Krypto-Kündigungswellen

Letztere oben genannte Börse steht offenbar besonders unter Druck: Coinbase muss laut Medienberichten mehr als 1.000 Mitarbeiter abbauen – das ist ein fast ein Fünftel der gesamten Belegschaft.


Nicht viel besser geht es der Börse, die seit jeher stets klotzt, nicht kleckert. Formel-1-Sponsor Crypto.com muss auch mehr als 200 Kündigungen aussprechen. Wir erinnern uns mit Schaudern an CEO Marszalek, der im November gegenüber der LA Times aufhorchen ließ: „Crypto.com hat die Ambition, in den nächsten 3 bis 5 Jahren eine der Top-20-Marken zu werden, neben Namen wie Nike oder Apple.“

BlockFi mit 170 Kündigungen ist derzeit schon beinahe eine Randnotiz.

Mircrostrategy & Tesla versenken ein Vermögen

Noch vor Monaten wurden Michael Saylos bei Microstrategy und Elon Musk bei Tesla für den Mut gelobt, einen fetten Teil des Firmenvermögens in Bitcoin anzulegen. Kein Wunder – fuhren sie mit der Strategie sagenhafte Gewinne ein.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Bei Tesla werden die mehr als 700 Millionen Dollar Verlust zwar schmerzen, sie spielen aber in der Bilanzsumme keine große Rolle.

Anders schaut’s bei Microstrategy aus. Hier sind mehr als 1 Milliarde Dollar den Bach runtergegangen – deren Kauf noch dazu teilweise mit Krediten finanziert war. Angeblich könnte jetzt den Anlegern sogar eine Nachschusspflicht drohen.

Mining immer unrentabler

Steigende Energiepreise und fallende Bitcoin-Preise: Immer mehr Miner werfen das Handtuch, weil Mining zum Verlustgeschäft wird. Wer jetzt mit viel Fantasie eine Verknappung als positiven Marktimpuls erhofft, wird enttäuscht: Viele Mining-Unternehmen werfen gerade aus Kapitalnot ihre BTC-Bestände auf den Markt. Laut Bloomberg wurden im Mai fast 200.000 Coins von Minern an Kryptobörsen übertragen.

Für wen Energiepreise derzeit keine Rolle spielen, der hat gut lachen: Laut dem Branchenportal Investing.com steigt ausgerechnet Gazprom ins Mining ein. Gemeinsam mit BitRiver soll Bitcoins geschürft werden, indem auf Ölfeldern ungenutztes Methangas zur Stromproduktion für die Rechner dient.

Es scheint, aktuell gilt im Krypto-Business Murphy’s Law: Alles, was schiefgehen kann, geht schief.

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Sascha Bém
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