Bitpanda-Erfahrungen und unsere Bewertung

Das Wiener Fintech Bitpanda ist am Markt bestens etabliert und bekannt für seine innovativen Produkte. Doch wie geht es dem einzelnen User, wenn er einen Account eröffnen und ins Krypto-Business einsteigen möchte? Für eine Bewertung der Usability haben wir unsere Erfahrungen mit der Plattform hier gesammelt:

Der Anmeldeprozess ist im Großen und Ganzen selbsterklärend und beginnt mit dem mittlerweile allgegenwärtigen Name-Email-Passwort-Spielchen. Wie bei Kryptobörsen (Stichwort: KYC – Know Your Customer) mittlerweile Standard kommen allerdings auch Mobilnummer plus – für eine vollständige Verifizierung Ihrer Identität – eine kurze Videokonferenz mit Lichtbildausweis dazu.

Unserer Erfahrung nach variieren die Exchanges hier lediglich zwischen Foto-Upload eines Ausweises (wie etwa bei Coinbase) und der angesprochenen Videokonferenz. Beides funktioniert in der Regel völlig unproblematisch und ist daher kein Kriterium für unsere Bitpanda-Bewertung.

Beim Wechseln zur Videokonferenz kann man aus mehreren Anbietern auswählen. (Angenehm: Es wird angeführt, wo der Firmensitz der jeweiligen Dienstleister ist, die mit der Durchführung der ID-Checks für Bitpanda beauftragt sind.)

Ein höflicher Mitarbeiter führt uns durch das etwas umständliche Prozedere, bei dem die ID (Scheckkartenführerschein oder Reisepass) neben das Gesicht gehalten, gekippt, gedreht werden muss. Dann noch ein paar „Mugshots“ Profil links, Profil rechts, dann ist die Verifizierung beendet.

bitpanda verifizierter account

Verifizierung abgeschlossen – los geht’s

Innerhalb von wenigen Minuten erscheint dann auf dem Konto bereits der Vermerk „verifiziert“ – dargestellt durch ein Hakerl (für unsere österreichischen LeserInnen) beziehungsweise Häkchen (für unsere deutschen LeserInnen), wie wir es etwa von Twitter kennen. Ist der Account vollständig verifiziert, stehen dem User andere Trading-Möglichkeiten offen als bei einer nicht vollständigen Verifizierung. (Siehe unsere ausführliche Bitpanda Review.)

bitpanda einzahlungsmoeglichkeitenUm loszulegen muss natürlich das eigene Konto befüllt werden. Bei Bitpanda steht dem User sofort ein kostenloses Fiat-Wallet zur Verfügung. Zur Einzahlung stehen eine Reihe von Möglichkeiten zur Auswahl. Unserer Erfahrung nach sind alle Varianten easy zu handlen. Wenn man es nicht allzu eilig hat, ist natürlich SEPA am Positivsten zu bewerten, da hier keine Spesen anfallen. Bitpanda räumt ein, dass dieser Transfer 2 bis 3 Tage dauern kann, bis der Betrag auf dem Wallet landet. Unsere Erfahrung war sogar am unteren Ende der Zeitspanne: 2 Tage.

Und wie ist schließlich der Kauf von Kryptowährungen bei Bitpanda zu bewerten? Super easy. Ein paar Klicks, übersichtliche Gestaltung aller Fenster und Felder, ein gut beschrifteter Prozess, dazu noch ein nettes Bestätigungs-Email – hier wird das Kaufen von Bitcoin & Co. wirklich zum Kinderspiel. Zumindest aus Usability-Sicht.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist maximal die Tatsache, dass bei Bitpanda (wie in Bitpanda-Artikel Geld-Einzahlungen/Auszahlungen und Gebühren ausführlich beschrieben) die Spesen automatisch eingepreist sind. Es werden daher während der Transaktion Kurs und Gebühren nicht gesondert ausgewiesen. Erst auf dem Dashboard des Wallets wird dann – nach dem Kauf – der Realwert abzüglich der Gebühren ausgewiesen. Und zwar ausgedrückt sowohl beispielsweise in BTC als auch in Euro.

Auch Einsteiger können hier gut Erfahrung sammeln

Die klare und userfreundliche Oberfläche von Bitpanda sollte auch für unerfahrene User eine problemlose Navigation gewähren. Und sollte es doch zu Unklarheiten kommen – wie ist der Support zu bewerten?

Vielleicht war es Glück – allerdings decken sich hier unsere Erfahrungen mit denen vieler User-Berichte: Zwischen dem Bestätigungsmail, dass eine Anfrage bei Bitpanda eingelangt ist (mit Ticketnummer) und der Beantwortung vergingen exakt 9 Minuten. Unsere Props gehen an Michael vom Bitpanda Support-Team.

Man kann die Erfahrungen bei Bitpanda eigentlich nur durchgehend als positiv bewerten. Und an das Gebühren-Thema gewöhnt man sich auch schnell.

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Sascha Bém

Sascha Bém, Chefredakteur des Krypto-Monitors, ist erfahrener Journalist und Medienmacher. Er arbeitete in den vergangenen 20 Jahren in den Bereichen Tageszeitung, Magazin sowie Online – sowohl als publizierender Autor als auch als Chefredakteur – und unterstützt Organisationen als Medien- und Kommunikationsberater.
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