„Die Zulassung der Bitcoin-Spot-ETFs in den USA und der Appetit der amerikanischen Anleger hilft auch uns in Europa“

Martin Beranek, Bitpanda Country Lead Österreich, im Krypto-Monitor-Interview – über den überstandenen Krypto-Winter, warum es in Europe keinen BTC Spot ETF à la BlackRock geben wird und warum er neue Bitcoin ATHs durchaus für möglich hält.

Krypto-Monitor: Wie geht es Bitpanda heute auf einer Skala von 0 bis 10? Letztes Jahr gab es ja einen Konsolidierungskurs, aktuell scheint ihr wieder in die Offensive zu gehen…

Martin Beranek: Es geht uns aktuell sehr gut. Wenn ich das auf einer Skala angeben müsste, dann würde ich 9 sagen, denn besser geht’s ja immer. 2023 werden wir wieder einen Gewinn ausweisen können. Es stimmt, dass auch wir den Krypto-Winter zu spüren bekommen haben. Aber wir haben darauf sehr schnell reagiert und uns effizienter aufgestellt. Das ist mit einer der Gründe, warum wir jetzt so gut dastehen und vom hoffentlich anstehenden Bullenmarkt maximal profitieren können.

Krypto-Monitor: Ihr habt über 4 Mio. User. Wie würdet ihr die Aufteilung in etwa beziffern – zwischen langfristigen Anlegern/Sparern und aktiven Investoren, die zb wöchentlich Assets verschieben?

Beranek: Eine genaue Aufteilung nach Zahlen kann ich leider nicht geben. Wir haben aber eine sehr aktive und große Community, die ganz klar einen langfristigen Anlagehorizont hat. Für uns steht aber nicht ganz so im Fokus, wie das der einzelne User sieht. Wichtig ist nur, dass wir ihm die ideale Plattform bieten – egal ob er nur einmalig ein Asset kauft oder regelmäßig. Natürlich macht es Sinn, einen längerfristigen Anlagehorizont zu haben. Wir bieten hierzu und zu allen anderen Fragestellungen und Themen rund ums Investieren und Krypto viele Informationen an – gesammelt auf unserer Bitpanda Academy. Aber wie gesagt: Am Ende ist es wichtig, dass wir jedem genau das bieten, was er benötigt. Und genau das tun wir.


Krypto-Monitor: Auftritt BlackRock – das bringt den Markt zum Beben. Ein BTC Spot ETF ist in Europa nicht absehbar, korrekt? Wo seht ihr eine Möglichkeit oder eine Fantasie, Kapital der großen institutionellen Anleger ins Kryptobusiness zu holen? Oder gibt es da schon was?

Beranek: Einen einzelnen Bitcoin Spot ETF werden wir in dieser Art und Weise in Europa nicht sehen. Ein ETF muss in Europa immer mindestens 5 zugrundeliegende Assets abbilden. Es gibt auch unabhängig der ETFs Möglichkeiten, um in Kryptowährungen zu investieren. Bereits seit längerem gibt es ETPs oder ETNs in Europa, über die institutionelle Anleger in Bitcoin investieren können. Im Prinzip unterscheidet sich der angesprochene amerikanische Bitcoin Spot ETF und diese ETNs oder ETPs nur im Namen. Besser als diese Produkte ist aber immer noch ein direktes Investment in das jeweilige Asset, sprich: der Kauf von echten Bitcoins. Beispielsweise haben wir mit Bitpanda Wealth ein zugeschnittenes Angebot für Family Offices aber auch institutionelle Anleger aufgelegt. Ich denke, die Zulassung der Bitcoin-Spot-ETFs in den USA und der Appetit der amerikanischen Anleger hilft auch uns in Europa.

Krypto-Monitor: Lebt der Bitcoin-Traum einer basisdemokratischen Währung?

Beranek: Diese Frage wird wahrscheinlich niemals eindeutig beantwortet werden können. Denn es hängt von der Perspektive ab, aus der man BTC betrachtet. Bitcoin wurde oft als eine Art „digitales Gold“ dargestellt – eine dezentralisierte Währung, die nicht von Regierungen oder Banken kontrolliert wird. Aufgrund seiner Blockchain-Technologie ermöglicht Bitcoin eine Peer-to-Peer-Transaktion ohne Zwischenhändler. So gesehen ermöglicht BTC jedem ohne Einschränkungen Konten zu erstellen und Transaktionen durchzuführen. Dies kann für Menschen in Ländern mit instabilen Währungen oder eingeschränktem Zugang zum Finanzsystem von Vorteil sein. Allerdings gibt es natürlich auch Kritikpunkte.

Krypto-Monitor: Aktuelle Memecoins-Kurssprünge: hot or Finger weg?

Beranek: Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Generell empfehle ich immer, sich über die Assets, in die man investiert, zu informieren und sich nicht von FOMO und Gier leiten zu lassen. Meme Coins sind ein Phänomen und allein durch den Fakt, dass es sie gibt und viele Menschen sie als legitim betrachten, sicher ihre Berechtigung haben. Florierende Meme Coins können ein gutes Zeichen für ein aufstrebendes Ökosystem sein. Das erleben wir gerade mit den starken Anstiegen vieler Meme Coins aus dem Solana Ökosystem.

Krypto-Monitor: Was ist 2024 wahrscheinlicher: ein weiteres ATH des Bitcoins oder Bayern München ohne Titel?

Beranek: Rein theoretisch ist Stand jetzt beides noch möglich, also wage ich nicht, eine Prognose zu geben. Wir wünschen unserem Partner FC Bayern immer den maximalen Erfolg und sollte es in dieser Saison nicht mit einem Titel klappen, dann sind wir davon überzeugt, dass sie in der kommenden Saison umso entschlossener zurückkommen werden. Was Bitcoin betrifft, so stehen die Aussichten gut. Das Halving steht bevor und die möglicherweise bevorstehenden Zinssenkungen sowie das konstant steigende Interesse sorgen für eine sehr positive Stimmung. Bitcoin konnte zuletzt sein ATH von 2021 gleich mehrmals übertreffen. Die Anzeichen, dass der Preis weiter nach oben klettert, stehen somit also gut.

Krypto-Monitor: Was kommt als nächstes? Was ist das nächste große Ziel von Bitpanda für 2024/25?

Beranek: Wir haben einige News in der Pipeline, über die ich aber aktuell noch nicht sprechen kann. Was aber natürlich immer über allen schwebt ist der Anspruch in unseren europäischen Kernmärkten jeweils Marktführer zu bleiben bzw. zu werden. Wir sind der europäische Marktführer unter den Krypto-Brokern und wollen dies auch in jeden unserer Märkte individuell sein und die restlichen Broker aber auch Börsen was das Trading-Volumen, Anzahl der Kunden, Anzahl der App-Downloads etc. angeht hinter uns lassen. Und wenn wir uns die Marktentwicklung der letzten paar Monate anschauen, sind wir hier auf einem sehr guten Weg.



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Sascha Bém
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