Weltwirtschaftsforum: „Blockchain kann Korruption bekämpfen“

Am 5. Juli 2021 veröffentlichte das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum, WEF) einen detaillierten Bericht darüber, wie die Blockchain-Technologie dabei helfen kann, Korruption innerhalb des Regierungsapparats zu erkennen und zu minimieren.

Das Weltwirtschaftsforum erläutert, dass insbesondere die Bereiche der Material- und Ressourcenbeschaffung anfällig für Korruption seien und hier die persönliche Bereicherung einzelner Akteure und Entscheider ein reelles Problem darstellt (wie bspw. auch hierzulande bei der Beschaffung von Schutzmasken eindrücklich gezeigt wurde). Das WEF benennt hier ganz konkret, dass eine lückenlose Nachvollziehbarkeit in den Phasen der Planung, Ausschreibung, Angebotsbewertung und letztlich –vergabe, ein Segen wären.

Die Blockchain vergisst nicht

Nicht nur den Kauf oder Verkauf von Kryptowährungen, sondern Daten aller Art können dezentral mittels Blockchain gespeichert werden. Denn die Blockchain vergisst nicht. Unfaire Auftragsvergaben wären somit verewigt.

Bewertungskriterien oder Unternehmensangebote können bspw. nachträglich verändert werden. Die Blockchain jedoch garantiert, dass jede Änderung öffentlich ist, die ursprünglichen Informationen beibehalten werden und Aufzeichnungen darüber vorliegen, wer Änderungen vorgenommen hat.

Auch weist das WEF darauf hin, dass sich der Einsatz der Blockchain-Technologie bei Grundbucheintragungen anbiete. In Ländern mit unsicherer Rechtsstabilität oder in Entwicklungsländern allgemein, sei das System eine echte Alternative.

In Georgien wird seit 2018 ein solcher Blockchain-basierter Einsatz offenbar getestet. Über 1,5 Millionen Grundstückseintragungen wurden so bereits erfasst. Doch auch in Afrika, wäre eine digitale Erfassung von Landbesitz eine enorme Erleichterung für Ämter und Gerichte.

Lediglich in der Implementierung liegen laut WEF Schwierigkeiten, denn es brauche Tools größeren Ausmaßes für Regierungen. Millionen Transaktionen, die über die wichtigsten Kryptobörsen tagtäglich laufen und auch wie am Schnürchen erfasst und verewigt werden, könnten ja vielleicht hierbei als Vorbild dienen. Hier ist der gesamte Blog Artikel des WEF zu finden.

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Timur Budak
Geboren (1989) und aufgewachsen in Norddeutschland, ist leidenschaftlicher Start-up-Gründer (bereits nach seinem Abitur und nach seinem Bachelor of Science in Betriebswirtschaftslehre wurde er Unternehmer), Kaffeetrinker, freier Autor und Beobachter des Krypto-Business'.
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