17. September 2019

Blockchain wird zum Smartphone-Standard

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Schon Anfang des Monats wurde bestätigt, dass Samsung das Thema Blockchain in sein Flagship-Smartphone integriert. Dazu wurde eine Partnerschaft mit dem – ebenfalls in Südkorea ansässigen – Unternehmen Ground X eingegangen. Dieses ist eine Tochter des Chat-App-Riesen Kakao Group und Produzent der Klaytn Blockchain Plattform. Das Phlabet (Phone + Tablet) Galaxy Note 10 kommt nun in einer limitierten Edition als Klaytn Handy auf den Markt.

Wahrscheinlich kann man mit dem rund 1000 USD teuren Klaytn auch telefonieren – vor allem wird aber darauf hingewiesen, dass das Phlabet mit einem Wallet und fünf vorinstallierten Dapps ausgestattet ist. Dazu gibt’s für Kunden einen Airdrop an Klay Tokens, der Währung zur eigenen Blockchain.

Wer zieht nach?

Das Samsung Blockchain-Phone ist vorerst südkoreanischen Usern vorenthalten. Aber der internationale Trend ist nicht mehr zu übersehen. Soeben ist aus Insiderkreisen geleakt, dass einer der härtesten Rivalen von Samsung, LG, ebenfalls an Blockchain-Integration arbeitet. LG verfüge dazu bereits über ein Smartphone-Wallet sowie einen Dapps-Marktplatz und suche derzeit kooperierende Blockchain-Entwickler.

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Meanwhile in… Bangladesch! Laut einem Bericht in der gestrigen Ausgabe der Lokalzeitung The Daily Star hat die Bangladescher Regulierungskommission für Telekommunikation grünes Licht für das Blockchain-tauglichen Smartphone Finney gegeben. Das mit einigen Sicherheitsfeatures und vor allem mit einem Wallet ausgestattete Gerät stammt aus dem Hause der Schweizer Sirin Labs und wird in China produziert. Es soll ab Oktober in Bangladesch verfügbar sein. Laut Sirin CEO Moshe Hogeg vereint das Finney alles, wozu man früher Wallet und Kryptobörsen benötigte, jetzt könne man Bitcoin, Ethereum & Co. einfach am Handy umtauschen.

Natürlich schielt bereits die ganze Smartphone-Branche in Richtung Cupertino. Von Apple hieß es bisher nur, man beobachte die Blockchain interessiert für langfristige Perspektiven. Der Markt scheint allerdings nicht mehr sehr viel Zeit zum Zusehen zu gewähren.

 

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Sascha Bém

Sascha Bém, Chefredakteur des Krypto-Monitors, ist erfahrener Journalist und Medienmacher. Er arbeitete in den vergangenen 20 Jahren in den Bereichen Tageszeitung, Magazin sowie Online – sowohl als publizierender Autor als auch als Chefredakteur – und unterstützt Organisationen als Medien- und Kommunikationsberater.
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