Asien und Online-Handel als globale Krypto-Treiber

Deutschland minus 5%, die Schweiz minus 4%, Österreich gar minus 7%. Das negative Wirtschaftswachstum aufgrund der Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft im Würgegriff. Parallel erlebt allerdings Online-Shopping einen Boom: In den USA stieg er von 2019 auf 2020 zeitweise um mehr als 32%.
Digitalisierte Zahlungsarten haben als Bestandteil des Online-Handels daher ebenfalls deutlich an Popularität gewonnen. Das führt dazu, dass das öffentliche Interesse an den besten digitalen Währungen 2021 immer mehr Fahrt aufnimmt. Es wächst auch der Druck auf Regierungen effektive Rahmenbedingungen und Regulierungen für digitale Währungen zu schaffen. Viele Konsumenten fragen sich: Wieso hat es nicht längst schon eine von Regierungen eingeleitete Masseneinführung von Kryptowährungen gegeben?
Oft spielen vermeintlich unbegründete Ängste und Unsicherheiten eine leidige Rolle. Aber: Aktuelle Forschungsergebnisse des Zahlungsdienstleisters Wirex und des Krypto-Unternehmens Stellar Development deuten auf eine Trendwende in 2021 hin: Kryptowährungen sind demnach längst nicht mehr ausschließlich eine Sache der jungen Generation. Krypto hat es bereits geschafft, Menschen aus den verschiedensten demographischen Milieus zu erreichen. 42% der Befragten Krypto-Wallet-Holder waren 45 oder älter und 70% der befragten Frauen gaben an, Krypto zu besitzen. Darüber hinaus wächst das Verlangen nach weltweit akzeptierten, unkomplizierten und schnellen Zahlungsarten. Der Markt für digitalisierte Währungen bietet also noch eine Reihe von attraktiven Möglichkeiten.

Asien als Hot-Spot

Vor allem in Ostasien, wo 2020 mehr als 30% der globalen Krypto-Transaktionen stattgefunden haben, scheinen Regierungen, diese Möglichkeiten erkannt zu haben. Beispielsweise Singapur ist in letzten Jahren immer mehr zum Krypto-Hot-Spot herangewachsen. Daher wurden dort bereits erste Versuche gestartet, ein sicheres Regelwerk für öffentliche Krypto-Akzeptanz zu gestalten. Die Behörde Dubai Financial Services Authority (DFSA) möchte nachziehen und ebenfalls für alle Beteiligten verlässliche Rahmenbedingungen für das Krypto-Business schaffen.

Wie schaut es beim Rest der Welt aus?

Der neue gewählte US-Präsident Joe Biden hat Krypto-Experten Gary Gensler zum Verantwortlichen der Securities and Exchange Commision gemacht. Dies könnte auf eine Pro-Krypto-Einstellung hindeuten, um eine angestrebte Machtposition in einem zukünftig womöglich regulierten Krypto-Markt zu stärken.
In Großbritannien bekamen Stablecoins wie Tether von Finanzminister Rishi Sunak Rückenwind, der die geringe Volaltilität als gute Voraussetzung für die Alltagsintegration betont. Der Weg zu einer Massenakzeptanz scheint allerdings noch ein weiter zu sein, da laut Umfagen derzeit nur 25% mit dem Begriff der Stablecoins vertraut sind.
Auch wenn viele Konsumenten und auch Regierungen noch nicht so recht wissen, wie mit dem Thema Kryptowährung umzugehen ist – das globale Interesse ist bewiesen: Neben dem All-time-High von Ethereum an den wichtigsten Kryptobörsen bestätigt auch Google derzeit einen Rekord an Abfragen – vor allem nach Bitcoin und Ethereum.
Gast-Autor Tadi Lansky ist Student, Krypto-Fan und freier Journalist. 

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