Bitcoin 2022: Bloomberg bullish – Bank of England skeptisch

Gestern hat die FED offiziell gemacht, was schon länger vermutet wird: Das enorme Corona-Konjunktur-Hilfsprogramm wird auslaufen. Es wurden ja monatlich ca. 100 Milliarden US$ via Wertpapierkäufe an Geld in die Märkte gepumpt, um die Wirtschaft zu dopen und Kreditzinsen unten zu halten.

Und: Der extrem niedrige Leitzins wird wohl 2022 in drei Stufen sukzessive angehoben werden.

Der Börsendienst Bloomberg ließ nicht lange auf sich warten und lieferte gleich eine Interpretation dieser geldpolitischen Weichenstellung für die Welt an den Kryptobörsen:

Zwar zeichnet sich für die Analysten eine „deflationäre Umgebung“ ab – also ein Schritt in die Gegenrichtung der Geldschwemme, allerdings seien Kryptowährungen in Sachen Deflation dem beliebig druckbaren Fiatgeld immer noch einen Schritt voraus. Gerade vor dem Hintergrund, dass US-Staatsanleihen kaum über 2% Zinsen realisieren könnten, seien insbesondere der Bitcoin-Kauf und der Ethereum-Kauf 2022 im Vorteil.


Eine eigene – positive – Erwähnung finden bei Bloomberg auch Stablecoins wie Tether: Sie hätten bewiesen, eine verlässliche Konstruktion zu sein, und bieten dennoch – etwa bei Übertragungsgeschwindigkeit als auch bei Zinsen – erhebliche Vorteile gegenüber Fiatgeld. Sie werden eine immer größere Rolle spielen und dazu beitragen, dass sich jeder im Finanzbereich mit Kryptowährungen wird beschäftigen müssen.

Das wird die Etablierung der digitalen Assets vorantreiben und den Druck etwa auf Fondsmanager erhöhen, Kryptowerte zu integrieren – was wiederum auch anderen Coins zugutekommen wird.

Dass Ethereum aufgrund seiner Technik ein wichtiger Bestandteil auch 2022 für das Kryptobusiness darstellen wird, ist zwar kein Geheimnis, wird aber auch noch einmal vom New Yorker Börsendienst betont.

Let’s talk Tacheles

Wohin wird der Bitcoin-Kurs 2022 führen? Bloomberg sieht einen bullishen Trampelpfad deutlich vor sich: Die 100.000 $ sollen’s für den BTC werden.

Die Bank of England ging ebenfalls gestern mit einer BTC-Einschätzung raus, bei der man nicht zu 100 Prozent mit Bloomberg d’accord ist. Der Bitcoin könne laut dem Finanzinstitut – völlig wertlos werden.

Die Wahrheit liegt – wie bei so vielen anderen Themen derzeit – auch hier sicher nicht in der Mitte.

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Sascha Bém
Artikel: 212