11. April 2019

Die Bitcoin-Bombe? Nordkorea und Kryptowährungen

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Das Regime in Pjöngjang liebäugelt schon seit einiger Zeit mit Kryptowährungen (Hier finden sie die besten Kryptowährungen 2019) – und verfolgt dabei offenbar ein klares Ziel: Ausbreitung des Nuklearprogrammes mittels ergaunertem digitalen Geld. Das US-amerikanische Technik-Magazin Wired zitiert in einem Bericht verschiedene ungenannte Quellen aus westlichen Geheimdienstkreisen – demnach hackt eine neue Klasse von Elite-Cyberdieben in Nordkorea Blockchain und leitet das Geld an die Regierung weiter, um trotz Wirtschaftssanktionen an Bares zu kommen. Zwischen Januar 2017 und September 2018 sollen mindestens 571 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen von fünf asiatischen Krypto-Handelsplattformen gestohlen worden sein (Hier finden sie einen Vergleich der wichtigsten Kryptobörsen 2019).

Hongkong spielt mit

Auch ein kürzlich veröffentlichter Report der Vereinten Nationen (UN) kritisiert Nordkorea, die Sanktionen zu umgehen – konkret wird dort der Fall des in Hongkong ansässigen Blockchain-Start-ups Marine Chain genannt, das angeblich in Verbindung zu Nordkorea steht. Marine Chain soll mit einem Token Offering dazu animiert haben, in das Unternehmen zu investieren. Das Ganze stellte sich aber als ICO scam heraus – von dem digitalen Geld sahen die Investoren nie wieder etwas – Marine Chain war eine Scheinfirma, deren einziges Ziel darin bestand, Mittel für das nordkoreanische Regime zu beschaffen.

Ein raketenmäßiges Investment?

Im Zuge dessen würde der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un also die Entwicklung seines Nuklearprogramms direkt mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen finanzieren – da liegt es auf der Hand, dass es nicht in Ordnung ist, wenn Nordkorea seinen nächsten Raketentest mit Bitcoin (BTC) bezahlt. Denn wenn dem so wäre, würde das den Grundgedanken des digitalen Geldes natürlich immens in Frage stellen: Sicherheit. Auch wenn eine Blockchain als sicher gilt, scheint es Lücken zu geben, die es Hackern ermöglicht, Kryptowährungen in Millionenhöhe zu ergaunern.
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