Bitcoin-Crash: Kryptische Ursachenforschung

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Wenn innerhalb von nicht einmal drei Monaten mehr als 500 Milliarden Dollar an Marktwert alleine des Bitcoins verbrannt werden, ist der Ausdruck „Kurskorrektur“ ein Euphenismus.

Dass sich das Schauspiel aber seit Jahren an den Kryptobörsen wiederholt, nimmt dem ganzen Kurscrash-Gespenst allerdings ein wenig den Schrecken. Schon im Hochsommer 2021 legte der BTC eine beängstigende Talfahrt hin, und die Jahre davor gab es auch immer wieder Tiefs – auf viel niedrigerem und weniger spektakulären Niveau. Aber schon bald danach musste man stets für Bitcoin-Kauf, Ethereum-Kauf und Binance-Coin-Kauf wieder tiefer in die Tasche greifen.

Gleich geblieben ist das Fischen im Trüben: die Ursachenforschung für diese Crashes. Hier ein Überblick über die aktuell beliebtesten Thesen:

These: Krypto im Gleichschritt mit Tech-Aktien

Der Kryptomarkt sei eng an Technologiewerte gebunden, schwächeln diese, geht es auch mit dem Kryptomarkt bergab.

Stimmt. Nasdaq ist ebenfalls in einer Krise. Allerdings gab es an der Technologiebörse beispielsweise auch im März 2021 einen massiven Abfall, bei dem sich zeitgleich Bitcoin in Richtung ATH bewegte. Solche Ausreißer ausgenommen, scheinen die Kurse tendenziell zu korrelieren. Mehr als einen konkreten Zusammenhang liegt es aber wohl an der gemeinsame Stimmungslage in den überlappenden Investoren-Kreisen.

These: Schärfere Regulierungen schaden Krypto-Kursen

Singapur, Spanien und Großbritannien haben angekündigt, den Kryptomarkt an die kürzere Leine zu nehmen. Das betrifft vor allem Werbebeschränkungen für die Branche. Auch der IWF mahnte unlängst zur stärkeren Regulierung der Krypto-Geschäfte. Einige Beobachter sehen darin einen Dämpfer für die Branche.


Allerdings: Wir haben schon öfter und härtere Regulierungsversuche beobachtet, und nie war die Delle in den Kryptokursen nachhaltig. Wir erinnern nur an das wiederholte Krypto- und Mining-Verbot in China, bei dem nach einer Schrecksekunde die Kurse wieder stark Fahrt aufnahmen.

These: Fed hebt Zinsen, weniger Kapital in den Märkten

Wie schon mehrmals angekündigt und auch längst erwartet, beendet die US-Notenbank die Anleihekäufe und wird die Zinsen im kommenden Jahr mehrmals anheben. So soll die Inflation wieder unter Kontrolle gebracht werden, die das Fluten der Märkte mit Geld – auch als Corona-Krisenmaßnahme – mit sich brachte.

Weniger Kapital könnte auch weniger Investitionen in Krypto-Werte bedeuten. Das klingt plausibel, vor allem wenn Sparzinsen wieder steigen sollten. Allerdings wäre das Timing interessant: So sollen Kryptokurse schon vor dem Anheben der Zinsen durch die Fed gefallen sein?

Die Blockchain ist unbestechlich. Als Anlagemarkt hingegen unterliegen Kryptowährungen den Anlegerstimmungen. Und diese sind nicht immer begründbar. Heute schon einen Blick auf den Dax geworfen?

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Sascha Bém
Sascha Bém
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