9. November 2019

Bitcoin-Hype 2017: War es nur ein Wal? Und: Warum Singapur im November?

bitcoin wal

Der Dezember 2017 ist vielen Bitcoin-Fans noch als ein goldener Monat in verklärter Erinnerung. Damals lag der BTC bei über 20.000 US$ – ein Wert, von dem Krypto-Investoren derzeit nur träumen können. Selbst wenn heute neben dem Bitcoin auch die anderen Blockbuster-Coins wie Ethereum und Ripple halbwegs im grünen Bereich charten.

Jetzt wird aber dieses Narrativ des strahlenden Hochs im Jahr 2017 gehörig getrübt. Ein einziger Wal soll nämlich für die spektakuläre Hausse vor zwei Jahren verantwortlich gewesen sein. Konkreter soll BitFinex (hier geht es zum Vergleich der Top-Kryptobörsen) im Verbund mit den Machern von Tether den Kurs massiv beeinflusst haben. Bitfinex und Tether USDT sind seit jeher personell und geschäftlich eng verbunden.

USDT ≠ USD?

Der Stablecoin war laut Eigendefinition stets mit einem US Dollar pro Coin hinterlegt. Genau diese unmittelbare Umrechenbarkeit soll genützt worden sein, um eine Nachfrage an USDT zu simulieren, bei der die Deckung nicht mehr gegeben war. Displays sind geduldig. So sollen also nicht etliche Investoren durch ihr ernstes Interesse und reales Investment den Bitcoin zu Höhenflügen verholfen haben, sondern lediglich ein einziger Wal.

Gewichtige Vorwürfe, gewiss. Allerdings auch keine neuen. Amin Shams von der States University of Ohio und John Griffin von der University of Texas veröffentlichten bereits im Vorjahr eine Studie, die zu diesem Ergebnis kam. Laut Bloomberg legen die beiden nun in Bälde nach, BitFinex hat aber ohnehin bereits Troubles mit der Justiz, da Vorwürfe im Raum stehen, sie haben es neben den Kursmanipulationen auch mit Kundengeldern nicht ganz so genau genommen.

Dem aktuellen Bitcoin-Kurs scheint dieser Nachhall aus der Vergangenheit jedenfalls nicht zu schaden. Manche Experten wie der Analyst Thomas Lee von Fundstrat (t)witter sogar – allerdings „nur“ basierend auf dem Aktienindex Standard & Poor’s 500 (S&P 500) – eine Bullenstimmung.

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In eigener Sache

Auch der Krypto-Monitor himself lässt sich nicht lumpen und launcht – nein, keinen eigenen Coin. Noch nicht. Aber einen Eventkalender! Ab sofort gibt’s Previews mit kurzen Beschreibungen zu den upcoming internationalen Krypto-Events aus der Blockchain-Szene. Im November rufen unter anderem das Silicon Valley und Singapur.

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Sascha Bém

Sascha Bém, Chefredakteur des Krypto-Monitors, ist erfahrener Journalist und Medienmacher. Er arbeitete in den vergangenen 20 Jahren in den Bereichen Tageszeitung, Magazin sowie Online – sowohl als publizierender Autor als auch als Chefredakteur – und unterstützt Organisationen als Medien- und Kommunikationsberater.
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