Vitalik Buterin sagt mit Ethereum-Upgrade EIP-1559 Bitcoin den Kampf an

Ethereums Mastermind Vitalik Buterin äußerte sich vergangene Woche zum neuen radikal ETH Upgrade und sieht darin einen Boost für seine Kryptowährung. Derzeit ermöglicht die dezentrale Software-Plattform bekanntlich, Smart Contracts und andere dezentrale Anwendungen (DApps) zu erstellen und zu betreiben. Dennoch steht der Kauf von Ethereum nach wie vor im Schatten der boomenden Bitcoin-Investments.

Der Bitcoin-Preis hat seinen 2017 Peak von rund $20,000 pro Bitcoin schon längst vervielfacht und ist in den letzten Wochen auf fast $60,000 gestiegen, während der Preis des Ether-Tokens ebenfalls in neues Territorium vorgestoßen ist – und seinen Höchststand von Anfang 2018 um phasenweise bis zu 30% übertroffen hat.

Radikale Neuerungen bei ETH – Miner murren

Ethereums Upgrade, bekannt als EIP-1559 und Teil einer Bewegung in Richtung Ethereum 2.0, könnte das aktuelle Transaktionsgebührensystem des Netzwerks, das auch Bitcoin funktionieren lässt, überflüssig machen. Konkreter: Die bisherige Gas-Fee, die ja von den Minern festgelegt wird, soll entfallen. An ihre Stelle tritt die Basefee – eine algorithmisch je nach Auslastung errechnete Gebühr.

Was den Minern sauer aufstößt: Sie fallen nicht nur um die Gas-Fee um, auch die Basefee kommt nicht ihnen zugute, sondern wird im Sinne der Verknappung verbrannt. EIP-1559 sieht lediglich vor, dass „Tips“ oder „Inclusicion Fees“ – also Trinkgeld – den Minern bezahlt wird, um die Verarbeitung der Transaktion nach vorne zu reihen.

Unmut der Miner hin oder her – das Upgrade ist bereits beschlossene Sache.

Ethereum scheint jedenfalls lebendiger denn je. Laut YCharts werden aktuell pro Tag mehr als 1.3 Millionen Transaktionen via Ethereum durchgeführt.

Nach dem DeFi-Boom profitiert das Netzwerk derzeit auch extrem vom Hype rund um die NFTs, bei dem sich ETH wiederum als ein Standard etabliert hat. Es wäre überraschend, wenn das Upgrade die Rolle von Ethereum als eine der Top-Projekte an den Kryptobörsen nicht weiter festigt.

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Philipp Weimer
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