14. Juli 2020

Circulor: Blockchain Start-Up gegen Kinderarbeit

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Künftig soll es der Kinderarbeit noch mehr an den Kragen gehen: Das Blockchain Start-Up Circulor hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Kooperation mit Autoherstellern sicherzustellen, dass die verwendeten Rohstoffe nicht durch Kinderhände gegangen sind.

Mit dabei zwei bekannte Investoren: Die Venture-Abteilungen von Volvo und Total unterstützen Circulor und setzen damit ein klares Zeichen. Über die Blockchain-Technologie, auf der auch der Bitcoin (BTC) und andere Krptowährungen laufen, kann der Produktionsweg von Rohstoffen zurückverfolgt sowie Informationen über die entsprechenden Arbeitsbedingungen transportiert werden. Große Visionen: Das Unternehmen strebt zukünftig auch eine Zusammenarbeit mit Tesla, GM und Ford an.

Testphase bei Volvo

Bevor Circulor Investitionen von Volvo erhielt, hat sich der Automobilriese selber überzeugen lassen. Ein Jahr lang half das Start-Up dabei, die Herkunft des in Volvo Batterien verwendeten Kobalts zu überprüfen.  Neben Kobalt verfolgt Circulor auch die Herkunft eines weiteren wichtigen Rohstoffs für den Autobau. Das Material heißt Glimmer und wird für die Isolation in Batteriepacks verwendet. Leider werden ethische Beweggründe hier oft nicht beachtet.

Circulor-CEO Doug Johnson-Poensgen dazu: „eine verantwortungsvolle Beschaffung, genau wie bei Kobalt, ist mit enorm hohen Gebühren verbunden. Aus Orten wie Russland kann man Glimmer beschaffen, der unter guten Bedingungen hergestellt wird. Dennoch ist die Beschaffung aus Madagaskar viel billiger. Hier wird der Rohstoff jedoch oft von Kindern unter entsetzlichen Arbeitsbedingungen ausgegraben was für einen verantwortungsbewussten Autohersteller eindeutig inakzeptabel ist”.

Die Blockchain als automatisierter Weltverbesserer

Langfristiges Ziel soll es sein, einen Algorithmus basierend auf der Blockchain-Technologie zu implementieren, der zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden kann. Somit könnte dann anhand von Luftbildern festgestellt werden, ob ein Unternehmen Heranwachsende in seinem Bergbau beschäftigt.

Lisa Gröning