Coinbase geht an die Börse: Aktie „COIN“ vor IPO

ICO war mal die Benchmark in der Kryptoszene. Jetzt steht ein IPO vor der Tür, und zwar ein ganz gewaltiger. Coinbase drängt an die Börse.

Ob nun Brückenbau zwischen den Finanzsystemen Fiat und Krypto oder Quadratur des Kreises: Die US-Mega-Exchange Coinbase hat bei der US-Börsenaufsicht SEC angeklopft und ihren Aktien-Prospekt vorgelegt, um sich frisches Kapital abzuholen. Im Gegensatz zu klassischen IPOs will Coinbase nämlich direkt ausgeben und nicht – wie meistens üblich – durch ein involviertes Finanzinstitut eine Aktienausgabe realisieren.

Sagen wir mal so: Es gab schon schlechtere Zahlen, mit denen man bei der NASDAQ vorstellig wurde. Der Coinbase-Umsatz hat sich 2020 gegenüber dem Vorjahr auf 1,3 Milliarden Dollar verdoppelt. Wichtiger noch: Was 2019 noch unterm Strich 30 Millionen in Rot war, konnte bereits 2020 auf einen Gewinn von 322 Millionen Dollar gedreht werden.

Laut eigenen Angaben hat die Kryptobörse aus San Francisco mehr als 40 Millionen User, von denen noch dazu fast 3 Millionen mindestens einmal pro Monat traden – hier stehe mehr als 4.000 Kryptowährungen zur Auswahl, es kann nicht nur Bitcoin gekauft, Ethereum verkauft oder in Tether investiert werden.

Laut dem deutschen Portal deraktionaer.de seien für Coinbase im Private-Market-Bereich der NASDAQ schon kleinere Platzierungen möglich gewesen, deren Kursentwicklung habe eine rechnerische Gesamtbewertung des IPOs von – Tusch! – 100 Milliarden Dollar ergeben!

Offiziell steht der Ausgabekurs indes noch nicht fest. Aber immerhin der Name: COIN.

So schließt sich der Kreis: Eine Börse, die mit Kryptowährungen handelt, geht an die Börse und nennt ihr Inhaberpapier – Münze. Kannst nicht erfinden.

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Sascha Bém
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