FTX-Pleite: Weichenstellung für Kryptobranche

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Noch herrscht nicht wirklich Klarheit über die Zahlen, aber die Kryptobörse FTX scheint, es innerhalb kürzester Zeit von einem geschätzten Marktwert von 32 Milliarden US$ auf eine 8 Milliarden schwere Unterdeckung geschafft zu haben. Folgerichtig musste Zahlungsunfähigkeit angemeldet werden.

Der Besitzer, der erst 30-jähirge Milliardär Sam Bankman-Fried, hat ebenfalls in der vergangenen Woche einen Großteil seines Vermögens verbrannt und gibt sich gegenüber der New York Times – kryptisch: „Wäre ich etwas konzentrierter bei der Sache gewesen, hätte ich gründlicher arbeiten können, dann hätte ich die Risiken besser einschätzen können.“

Wenn zig Milliarden Dollar auf dem Spiel stehen, ist das wohl noch nicht Anlass genug, sich zu konzentrieren. (Das beweist derzeit auch Elon Musk auf Twitter. Exkurs Ende.)


Der Flurschaden, den die FTX-Pleite jedenfalls im gesamten Krypto-Ökosystem anrichten könnte, ist gewaltig. Es wird schon von einem „Lehman-Moment“ der Kryptobranche gesprochen. Und nun passiert Bemerkenswertes:

Changpeng Zhao, CEO des Branchenleaders, Binance, forderte gestern im Rahmen des G20-Gipfels auf Bali ausgerechnet die Politik auf zu handeln: „Wir brauchen Regulierung!“ Man habe in der verganenen Woche gesehen, wie verrückt die Dinge laufen können und was es jetzt brauche, wäre eine solide Basis – eben ein regulatorischer Rahmen.

Dass Changpeng Zhao das öffentlichkeitswirksam fordert, ist einerseits verständlich: Der Flächenbrand in der Krypto-Marktstimmung soll so schnell wie möglich gelöscht werden, bevor noch mehr Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen werden. Vertrauen muss wiederhergestellt werden. Die Branche muss sich scharf von FTX und Pyramidenspiel-Verdachtsmomenten abgrenzen.

Andererseits: Sollte „die Politik“ darauf einsteigen und die Gelegenheit beim Schopf packen, um endlich das Kryptobusiness an die kurze Leine zu nehmen, dann ist es wohl endgültig vorbei mit dem alternativen dezentralen Zahlungsmodell fernab jeder staatlichen Einflussnahme.

Es wird auch in Zukunft für jeden noch so wirtschaftsliberalen bis libertären Kryptobetreiber schwer sein, Bitcoin & Co. als den endlich nur vom Markt geregelten Wert darzustellen, wenn einmal die öffentliche Hand eingreifen muss oder gar wie in der guten alten Finanzwelt Bailouts für pleitegegangene Firmen geleistet werden müssen!

Wenig überraschend bleibt der Markt entsprechend übel gelaunt. Aktuell:

Bitcoin-Kauf: € 16.155 (-16%/7d),
Ethereum-Kauf: € 1.211 (-16%/7d),
BNB-Kauf: € 265 (-17%/7d).

Eine positive Nachricht zum Schluss: Binance ist ab sofort auf Deutsch verfügbar – auch Hilfsartikel und Kundendienst!

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Sascha Bém
Sascha Bém
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