Krypto-Absturz: JPMorgan sieht Good News in den Bad News

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Ein Blick auf coinmarketcap.com genügt: Alle Werte im roten Bereich, alle Kurven krümmen sich Richtung Süden. Die Abwärtsspirale an den Kryptobörsen dreht sich weiter.

Bitcoin-Kauf tagesaktuell bei 18.300 € (-10%/7d), Ethereum-Kauf 998 € (-11%/7d), BNB-Kauf 208 € (-8%/7d).

Dass so mache Bilanz im Krypto-Umfeld derzeit massiv asymmetrischer wird, liegt auf der Hand. Und nach Celsius sowie BlockFi scheint es nun mit Three Arrows Capital (3AC) den nächsten namhaften Player aus dem Krypto-Business erwischt zu haben. Der Hedgefonds-Riese aus Singapur scheint Milliardenverluste eingefahren zu haben. Ein aktuell nicht bedienbarer 670-Millionen-Dollar-Kredit führt nun 3AC endgültig in die Liquidation.


Ursache für das finanzielle Schlamassel waren wohl hohe Investitionen in UST und LUNA. Damit ist es aber noch lange nicht getan. Die Singapore Central Bank untersucht gerade wegen irreführender beziehungsweise falscher Angaben des Fonds. Spätestens jetzt haben wohl einige 3AC-Manager schlaflose Nächte.

Laut Zentralbank gab es unkorrekte Angaben sowohl was die Höhe der von den Finanzbehörden genehmigten Assets betraf, als auch im Bereich der Eigentümer. Auch die Verlegung seit September 2021 des Fonds auf die British Virgin Islands sei laut Singapurs Zentralbank und Finanzbehörde unkorrekt, da Zhu Su, der Co-Founder von 3AC als Teilhaber und auch Direktor nach wie vor in Singapur tätig war.

Wenn die angespannte Marktsituation etwas Positives hat, dann das: zwielichtige Konstruktionen werden vom Marktdruck ans Tageslicht gepresst, bilanztechnischen Luftschlösser halten dem Kursbeben nicht Stand.

So ähnlich – nämlich positiv! – sieht es auch JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou: Die Three-Arrows-Pleite sei Zeichen eines „Deleveraging-Prozesses“, vor allem bei Unternehmen, die viele Kredite aufgenommen haben. „Deleveraging“ ist ein eleganterer Ausdruck für den Versuch, Bilanzsummen auf der Soll-Seite zu senken. Sprich: Außenstände zu reduzieren, Schulden zu bezahlen.

Es werden wohl noch einige Bubbles platzen, aber vielleicht ist das ja die überfällige Marktbereinigung, von der Experten seit vielen Jahren sprechen. Sind schräge Anbieter und überwiegend fremdfinanzierte Konstruktionen einmal vom Markt, könnte nach dem reinigenden Gewitter eine reifere Branche übrigbleiben.

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Sascha Bém
Sascha Bém
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