MiamiCoin – ein Bürgermeister plant Großes

Miami erschafft eine eigene Kryptowährung, den MiamiCoin. Dieser kann basierend auf Proof-of-Work per Mining erzeugt werden. Dabei erhalten die Miner 70 Prozent des Gewinns, während der Rest an die Stadt geht. Das Konzept ist noch jung, aber scheint gut anzukommen. Bereits 10 Millionen US-Dollar sind seit August bereits in die Wallet der Stadt geflossen.

Mit dem Gewinn plant der Bürgermeister Francis Suarez, die Stadt zu verbessern. Es soll in Bildung investiert und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Auch andere Probleme, wofür sonst die finanziellen Mittel fehlten, sollen gelöst werden.


„Das Interessante an Bitcoin ist, dass sein Anwendungsfall im Wesentlichen eine Wertaufbewahrung war, und die Frage ist, ob MiamiCoin eine Wertaufbewahrung bleibt … oder hat es einen anderen Anwendungsfall?“, zitiert Coindesk Suarez. „Wir sind der Meinung, dass, wenn sich MiamiCoin in eine Währung verwandelt, die Möglichkeit besteht, dass es weit verbreitet und anwendbar ist“, erklärt Miamis Bürgermeister.

Laut Coindesk hofft Suarez, dass der MiamiCoin „deutlich schneller als Bitcoin den Mainstream erreichen kann“. Die Hoffnung: Da der MiamiCoin weit günstiger ist, bedeutet er ein niederschwelligeres Angebot, eine Kryptowährung in den Alltag zu integrieren.

Im Gegensatz zu Bitcoin-Kauf (aktuell über $ 66.000) oder dem Ethereum-Kauf (über $ 4.700) ist der Preis des MiamiCoins sehr gering ($ 0,002). Das soll ihn weniger zum Anlage- oder Spekulationsobjekt an Kryptobörsen machen, sondern eher den Coin in den Alltag integrierbar machen.

Mit dem MiamiCoin kann man allerdings derzeit noch nichts kaufen. Laut Suarez müssen noch einige Prüfungen folgen, um sicherzustellen, dass die Technologie auch einwandfrei funktioniert.

Der Bürgermeister will mir dem Move natürlich auch Krypto-Unternehmen nach Miami locken. „Wir freuen uns, eine zukunftsweisende Stadt an der Spitze der Krypto- und Blockchain-Technologie zu sein“, zitierte Coindesk Suarez im Februar. „Wir wollen sicherstellen, dass es keine Stadt oder kein Bundesstaat gibt, die günstigere Gesetze und Vorschriften haben.“

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Standardbild
Philipp Weimer
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