PayPal, Apple, Ethereum: Kryptomarkt im Umbruch

Die Kurse an den Kryptobörsen scheinen, sich nach einer Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen etwas stabilisiert zu haben. (Ja, die Talfahrten haben dominiert.)

Analysten glaube allerdings, eine äußerst labile Situation beobachten zu können. Soll heißen: nur geringe Impulse reichen, um die Kurse in die eine oder andere Richtung ausbrechen zu lassen. Dann könnten sich die aktuellen moderaten Preise für den Kauf von Bitcoin, das Ethereum-Invest oder die Dogecoin-Anlage schnell wieder ändern.

Und: Impulse gibt es derzeit genug!

PayPal: BTC-Auszahlung bald möglich

PayPal hat bekanntlich – für User in den USA – Bitcoin-Zahlung bereits integriert. Nun ist auch laut PayPals Blockchain Mastermind, Jose Fernandez da Ponte, eine Lösung in Arbeit, mit der auch BTC-Beträge, die auf der Plattform erworben wurden, an beliebige Ziele weiter transferiert werden können. Man wolle das Krypto-Handling „so offen wie möglich“ gestalten. Ein klares Bekenntnis zu Bitcoin & Co.!


Zu Gerüchten, wonach PayPal an einem eigenen Stabelcoin arbeite, winkte da Ponte ab: „Way too early“.

Apple: Steht der Einstieg bevor?

Als einer der wenigen Tech-Giganten hat Apple sich noch nicht zum Thema Kryptowährungen bekannt. Mehr noch: Apple hat lange Zeit sogar Krypto-Anwendungen aus seinen Systemen ausgeschlossen.

Angesichts der aktuellen Nachhaltigkeitsprobleme rund ums Mining war das lange Zieren vielleicht nicht falsch, um den so wertvollen Brand zu schützen (und sich einen fragwürdigen Rückzieher wie bei Elon Musks Tesla zu ersparen).

Jetzt könnte allerdings der Zeitpunkt sein, an dem Apple ernst macht. In einer Job-Anzeige wird ein erfahrener Manager für alternative Zahlungsmethoden gesucht. Dezidiert geht es auch um strategische Partnerschaften in dem Bereich.

Ethereum: auf der Überholspur

Gewiss, bei der Marktkapitalisierung liegt Bitcoin nach wie vor haushoch vor allen anderen Kryptowährungen. Ethereum hat als Nummer zwei nicht einmal halb so viel Geldwert gespeichert wie BTC. Beim 24-Stunden-Tradinvolumen ist ETH dem BTC allerdings in den vergangenen Wochen schon gefährlich nahegekommen.

Das überrascht zumindest die Finanzspezialisten von Goldman Sachs nicht im Geringsten. Wie soeben aus einem geleakten internen Strategiepapier hervorgeht, gehen die „Goldies“ sogar davon aus, dass Ethereum Bitcoin überholen wird! Ethereum sei als prädestinierte Smart-Contracts-Plattform und DeFi-Treiber technisch überlegen sowie daher auch langfristig das bessere „Werteaufbewahrungsmittel“.

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Sascha Bém
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