Verluste für Bitcoin & Co.: Der Markt spielt wieder Musks Spiel mit

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Oops, he did it again. Elon Musk hat wieder den Kryptomarkt durcheinander gewürfelt. Nach wie vor observiert eine treue Gefolgschaft, was er tut, und versucht daraus, Handlungsanweisungen für den eigenen Weg zum Milliardär abzulesen.

Dass ist erstens naïv und zweitens ein müßiges Unterfangen. In dem erratischen Verhalten des vermeintlichen Gurus ist nur mit sehr viel Fantasie eine Strategie herauzulesen.

So auch jetzt wieder: Ende der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Musk die Bitcoin-Bestände seiner Weltraumfahrtsgesellschaft SpaceX aufgelöst hat. Angeblich hat er BTC im Wert von 373 Millionen Dollar verkauft.

Das wäre mäßig interessant, würde der Markt nicht so dermaßen eifrig auf Musks Ausverkauf reagieren.

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Und so kommt, was kommen muss: Viele Tech-Jünger folgen seinem Beispiel, das Vertrauen in den Mark sinkt, die Self-Fulfilling-Prophecy tritt ein. Die Kurse fallen:

Bitcoin-Kauf: € 23.909 (-12,9%/7d)
Ethereum-Kauf: € 1.534,83 (-11,0%/7d)
BNB-Kauf: € 197,31 (-12,09%/7d)

Schon wird in einschlägigen Foren diskutiert: Hat Elon Musk endgültig sein Vertrauen in Bitcoin verloren? Befeuert werden solche Gerüchte durch die Tatsache, dass auch bei Tesla der Bitcoin-Bestand im zweiten Quartal von 1,5 Milliarden Dollar auf knapp über 180 Milliarden Dollar reduziert wurde.


Was dagegen spricht, dass Musks Sell-out ein geplanter Rückzug aus Krypto ist:

    • Der Zeitpunkt: „Sell the dip“ wäre sehr kritisch formuliert. Aber das Timing des Verkaufs war unglücklich. Der Bitcoin war recht stabil unterwegs, im Juli lage er 7% höher. Allein diese Differenz macht bei 373 Millionen ganz schön viel Schotter.
    • Twitter a.k.a. X: Erst im Frühjahr etablierte Musk für sein Social-Media-Spielzeug eine umfassende strategische Partnerschaft mit etoro – auch um Krypto an den Kurznachrichtendienst anzudocken.
    • Musk selbst: er hat schon bewiesen, dass er keine einheitliche Linie im Umgang mit Krypto zustande bringt. Wir erinnern uns nur an seinen Eiertanz rund um BTC und Tesla, als zuerst der Bitcoin vollmundig als akzeptiertes Zahlungsmittel angekündigt wurde, um dann – offizielle wegen Nachhaltigkeits-Bedenken – wieder zurückzurudern und um sich dann auf den Memecoin DOGE als Währung für Merchandisingartikel festzulegen.

    Vielleicht hatte Musk Druck seitens der Aktionäre, und hat deswegen BTC abgestoßen. Vielleicht brauchte er kurzfristig Cash für die nächste Laune. Vielleicht hatte er auch einfach nur eine Magenverstimmung.

    Ein Krypto-freundliches Signal von Musk wird jedenfalls sicher nicht lange auf sich warten lassen und wieder Wellen schlagen, und wieder wird der Markt mitspielen. Fest steht wohl auch: Dass 66 Milliarden Dollar seit vergangener Woche an den Kryptobörsen verbrannt wurden, wird den Milliardär kaum jucken.

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    Sascha Bém
    Sascha Bém
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