24. Oktober 2019

Einheitliche Kosten für ETH-Wallet?

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Der Schöpfer des Ethereum Blockchain-Projekts Vitalik Buterin möchte die Nutzungsgebühren im ETH-Netzwerk erhöhen, um die Entwickler mit einer nachhaltigen Finanzierung unterstützen zu können. Buterin verkündete auf Twitter, dass er vorschlägt, eine Gebühr in Höhe von einem Gas für Ethereum (ETH) Transaktionen zu erheben – bislang kosten diese innerhalb der Wallet kein Geld.

Gasgebühren sind Zahlungen des Nutzers zum Ausgleich der Rechenleistung, die zur Verarbeitung und Validierung von Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain benötigt wird.

Buterin Tweet

Laut Buterin könnte dies insgesamt bis zu zwei Millionen Dollar im Jahr einspielen – dieses Geld könnte dazu genutzt werden, um die nachhaltige, nicht institutionelle Finanzierung von Wallet-Entwicklern zu sichern. Zum Vergleich gibt er an, dass das alle bisherigen Stipendien der Ethereum Foundation abdecken würde!

Das denken Krypto-Fans

Die bisherigen Reaktionen der Community auf den Vorschlag von Buterin waren gemischt, wobei ein Nutzer darauf hinwies, dass Bitcoin-Wallet MultiBit versucht hatte, eine solche Gebühr einzuführen – und gescheitert ist. Die Nutzer waren nicht bereit, für etwas zu bezahlen, das bisher kostenlos war und irgendwann wurde die Gebühr gestrichen. Ohne die Möglichkeit für Support und Engineering zu bezahlen, wurde die Entwicklung der Wallet gestoppt.

Der ETH-Gründer ist jedoch optimistisch: das Feedback war im Allgemeinen sehr positiv, so Buterin gegenüber CoinDesk. Des Weiteren genießt das Ethereum Ökosystem einen guten Ruf, und die Community hat ein hohes Maß an Vertrauen in die ETH-Wallet – Sicherheit und schnelle Transkationen sind hier maßgeblich! Einen Überblick der  wichtigsten Kryptobörsen 2019 finden Sie hier.

Man kann sich nun streiten, ob man den Vorschlag von Buterin gut findet, aber eines ist klar: vor allem in Zeiten der Institutionalisierung – und Zentralisierung von Kryptowährungen ist der Ansatz Buterins ein weiterer Schritt in Richtung Unabhängigkeit – vor allem die finanzielle Unabhängigkeit und somit auch kein „Druck von oben“ – dem Kerngedanken von Bitcoin (BTC) und co.

Lisa Gröning

Redakteurin bei Krypto-Monitor
Lisa Gröning arbeitet seit Website-Launch für den Krypto-Monitor – sie schärfte ihr ausgeprägtes Sprachtalent in einem deutschen Verlagshaus und widmete sich nach dem Studium ihren beiden großen Passionen – Medien und Sport; als Projektmanagerin in der Werbebranche, als Redakteurin in Online-Projekten und als Yogatrainerin.
Lisa Gröning