13. August 2019

Goldman Sachs überrascht alle mit bullisher Bitcoin-Prognose

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Goldman Sachs ist der fetteste Dinosaurier im internationalen Finanzbusiness. Das in New York ansässige Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen beschäftigt weltweit mehr als 36.000 Mitarbeiter und setzt jährlich mehr als 36 Milliarden US-Dollar um. Die Verbrämungen zwischen dem oft als Krake bezeichneten Goldman Sachs mit Politik und Spitzenwirtschaft sind berühmt-berüchtigt. „Goldies“ sind seit jeher entweder angehende oder Ex-US-Finanzminister oder im unmittelbaren Beraterkreis.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass jede Bewegung von Goldman Sachs mit Argusaugen beobachtet wird – und entsprechende Wellen im Markt schlägt.

Überraschung für Kunden

Goldman Sachs schickt regelmäßig einen Newsletter an Stammkunden mit dem Titel „The Charts That Matter Next Week“. Darin gaben die Finanzwelt-Flüsterer aus NYC soeben eine bullishe Prognose ab. Und zwar für – Tusch! – den Bitcoin!

Auch wenn man sich bemüht zu betonen, dass es sich hier um keine offizielle Empfehlung von Goldman Sachs, sondern lediglich um eine Beobachtung des finanztechnischen Analysten Sheba Jafari handelt, so verbreiten sich die News trotzdem wie ein Lauffeuer. Jafari will die Kurve der Elliott Wave Theory in der Bitcoin-Bewegung erkannt haben und prognostiziert einen kurzfristigen Kursanstieg des Bitcoins auf über 13.900 USD.

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Kurswechsel in der Krypto-Policy?

Bisher hielt sich Goldman Sachs, dessen natürliches Habitat Zentralbanken und Fiatgeld sind, bei Kryptowährungen zurück. Erst in jüngster Vergangenheit wurde offiziell, dass Goldman Sachs mit einer eigenen Kryptowährung forsche – wie bei den meisten Finanzinstituten, um erst einmal interne Abläufe zu beschleunigen. Aber offenbar – das darf man ruhig aus dem Newsletter-„Leak“ mitnehmen – beschäftigen sich die Analysten des Hauses durchaus mit den Kursen von Ethereum, Ripple & Co. an den internationalen Kryptobörsen.

Wie sich Goldman Sachs in Zukunft zum Thema Digital Assets positioniert, wird aus mehrerer Hinsicht spannend: 1. Siehe oben: Wo sich der Riese hinbewegt, folgen viele. 2. Die Goldman-Sachs-Haltung wird sehr schnell und sehr nachhaltig Regierungskreise beeinflussen. Und 3.: Goldman Sachs ist (wie berichtet) Bankpartner der Apple Card. Ob sich mittelfristig diese Fin- und diese Tech-Kompetenz nicht zu einem Fintech-Abenteuer an der Blockchain hinreißen lassen werden?

 

krypto-monitor.com ist keine Anlageberatung, wir bieten lediglich Informationen rund um Blockchain, Kryptowährungen und die entsprechenden Märkte.

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Sascha Bém

Sascha Bém, Chefredakteur des Krypto-Monitors, ist erfahrener Journalist und Medienmacher. Er arbeitete in den vergangenen 20 Jahren in den Bereichen Tageszeitung, Magazin sowie Online – sowohl als publizierender Autor als auch als Chefredakteur – und unterstützt Organisationen als Medien- und Kommunikationsberater.
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