Blockpit: Österreichisches Startup mit 10-Millionen-Dollar-Investment-Runde

Auch wenn die Stimmung derzeit an den Kryptobörsen maximal so lala ist – hinter den Kulissen ist der Markt gehörig in Bewegung. Es scheint nach wie vor, Goldgräberstimmung in manchen Bereichen des Business‘ zu herrschen. Wie gestern bekannt wurde, hat das österreichisches Startup Blockpit bei einer Series-A-Runde knackige 10 Millionen Dollar abgestaubt.

Treuen Leser:innen ist der Name geläufig: Blockpit bietet Software-Lösungen für automatisierte Dokumentationen im Sinne des Fiskus‘ an. Im Krypto-Monitor-Interview im Frühjahr ließ Blockpit CEO Wimmer unter anderem mit dem Satz aufhorchen: „Ich sehe definitiv eine Chance, dass Bitcoin Gold ablöst“


Der Mann glaubt an Bitcoin-Investments. Da aber mit jedem Kauf von Ethereum oder Trade mit Ripple Steuern fällig werden (können), Investoren und Steuerberater mit Excel-Exzessen heillos überfordert wären, um Krypto-Trades abzubilden, gibt es Blockpits Steuer-Software. Diese sorgt für die notwendige Transparenz im blockchainbasierten Finanzmarkt.

Investoren, Compliance, Behörden

Die Anwendungsbereiche für Blockpits Know-how sind manigfaltig. So ist diese Transparenz nicht nur bei Anlegern und ihren Steuererklärungen gefragt, sondern auch im Compliance-Bereich bei institutionellen Investoren sowie in Zusammenarbeit mit Behörden, für die ja das Kryptotreiben mitunter immer noch eine Black Box ist.

Hier sind die aktuell von der EU geplanten DAC8-Richtlinien ein heißes Eisen, die den automatischen Informationsaustausch von VASPs (Virtual Asset Service Provider, z.B. Börsen oder Brokern) mit den Behörden vorsehen. Auch das spielt natürlich Blockpit in die Karten.

Diese Fantasien für Blockpit scheint auch diese illustre Investorenrunde gehabt zu haben: MiddleGame Ventures (MVG), Fabric Ventures, Force over Mass Capital, Tioga Capital, Avaloq Ventures, und Venionare. Letzterer war bereits bei Blockpit an Bord. Gemeinsam warfen sie besagte 10 Millionen Dollar in den Topf.

Das frische Kapital soll in den Ausbau der Blockpit-Software Cryptotax sowie in einen internationalen Rollout in möglichst viele Länder – mit erstem Fokus auf Europa – investiert werden.

Wir gratuliere jedenfalls Florian Wimmer (im Bild Mitte) und seinem Team!

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Sascha Bém
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