5. Februar 2020

Coronavirus: Treibt die Angst den Bitcoin-Markt in die Höhe?

coronavirus bitcoin

In den letzten beiden Wochen sind zwei News besonders hervorgestochen: Zum Einen die extrem schnelle Verbreitung des neuartigen Coronavirus, zum Anderen aber auch der enorme Kursanstieg von Bitcoin und co. – besteht ein Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen?

Alleine im Januar konnte der Bitcoin (BTC) knapp – man mag es kaum glauben – 30% zulegen. Die Kryptowährung scheint einen richtigen Lauf zu haben – ja, beinahe einen Marathon.

Gleichzeitig gab es aber auch erschreckende Nachrichten aus China. Das Coronavirus versetzt nunmehr nicht nur Asien in Angst und Schrecken – auch in Europa breitet sich die Infektion immer mehr aus. Der Aktienmarkt bleibt ebenfalls nicht unbeeindruckt. Die Aktien purzeln – in etwa wie die Kilos nach Weihnachten…

Aber: Könnte es sein, dass ein Zusammenhang zwischen der Preisrallye von digitalen Assets und dem Ausbruch des Virus besteht? Schauen wir uns das Szenario mal genauer an…

Das Bitcoin-Hoch

Seit dem 3.1 befindet sich die beste Kryptowährung 2020 in einer sehr rasanten Entwicklung gen Norden. Der Kurs konnte, ausgehend von 7.000 USD erst die 8.000er und dann schließlich die 9.000er Marke durchbrechen. Die bisherigen Hochs für dieses Jahr liegen sogar bei über 9.500 US-Dollar.

Coronavirus: Kein Ende in Sicht

Seit einigen Wochen prägen die Titelblätter großer Zeitungen eine Story: die des Coronavirus. Rund 500 Menschen sind schon an dem Virus gestorben – und es ist leider kein Ende in Sicht. Auch außerhalb Chinas gab es bislang eine Mehrzahl an Infektionen und mehrere Todesfälle. Eines fällt auf: Je länger sich das Coronavirus in den Medien hält, desto mehr steigt der Preis des Bitcoin. Zufall oder besteht tatsächlich ein Zusammenhang?

Safety first: Ist Bitcoin der sichere Hafen?

Natürlich fällt der Ausbruch des Virus auch der Wirtschaft zu lasten. Um genauer zu sein: der Weltwirtschaft und ihrer Finanzmärkte. Die Provinz Wuhan in China, wo das Virus zu Beginn ausbrach, ist mittlerweile vollends von der Außenwelt abgeschottet, viele Firmen haben die Ferien nach dem chinesischen Neujahrsfest verlängert. Die Firma Webasto (erster Infektionsfall in Deutschland) schließt ihre Werke, Touristen in Asien bleiben aus. Die wenig erfreuliche Stimmung der Investoren zeigt sich deutlich an den Finanzmärkten. Der Shanghai Composite Index fiel nach seiner Eröffnung um satte 9% ab.

Des Weiteren pumpt die chinesische Zentralbank 173 Mrd. US-Dollar in die Märkte, um diese zu stabilisieren. Genauer: das Coronavirus scheint nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich einiges durcheinander zu bringen.

Diese zunehmend negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft durch das Coronavirus können als möglicher Grund für den bullishen Kryptomarkt (Hier können Sie in 2020 Kryptowährungen investieren) in den letzten Wochen angesehen werden. Bitcoin als sicherer Hafen: Bereits Anfang des Jahres waren die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nach der Tötung eines iranischen Generals als Erklärung für einen Bitcoin Preisanstieg von Experten herangezogen worden.

Echte Korrelation: Fehlanzeige!

Experten scheinen sich bislang sehr uneinig zu sein – der vermeintliche Zusammenhang lässt natürlich viel Platz für Spekulationen offen. So meint Nigel Green, Chief Executive der Finanzberatung deVere Group:

„Der anhaltende Aufwärtstrend des Bitcoin-Preises korreliert mit der Verbreitung des Coronavirus. […] Je mehr Einzelfälle identifiziert werden, je mehr Länder auf der ganzen Welt betroffen sind und je größer die Auswirkungen auf die traditionellen Finanzmärkte sind, desto höher ist der Preis für Bitcoin gesprungen.“

Trotz vieler Expertenmeinungen gibt keine echte, bestätigte Korrelation der beiden Vorkommnisse. Grundsätzlich kann eines aber in jedem Fall festgehalten werden: Je mehr das Vertrauen in globale Institutionen und Märkte abnimmt, desto höher ist die Chance, dass sich viele Anleger in digitale Lösungen – wie dem Bitcoin – flüchten.

Lisa Gröning

Redakteurin bei Krypto-Monitor
Lisa Gröning arbeitet seit Website-Launch für den Krypto-Monitor – sie schärfte ihr ausgeprägtes Sprachtalent in einem deutschen Verlagshaus und widmete sich nach dem Studium ihren beiden großen Passionen – Medien und Sport; als Projektmanagerin in der Werbebranche, als Redakteurin in Online-Projekten und als Yogatrainerin.
Lisa Gröning