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Das sind die Krypto-Trends 2022

Die Branche ist in Bewegung, wie vielleicht noch niemals zuvor. Aus manchen anfänglichen Hypes und Peaks an Kryptobörsen haben sich teilweise nachhaltige Krypto-Trends entwickelt, andere Innovationen haben zu neuen Perspektiven geführt, und der ein oder andere Krypto-Trend ist auch wieder verschwunden.

Wir wagen einen Blick in die nahe Zukunft, einmal abseits der Tageskurse der besten Kryptowährungen 2022: Hier sind unsere sechs ultimativen Krypto-Trends 2022.

Krypto Trend #1: Das Metaverse

Beginnen wir mit dem Metaverse, das spätestens seit der Verkündung von Mark Zuckerberg in den öffentlichen Rahmen gelangt ist. Metaversum, so der deutsche Begriff, beschreibt einen virtuellen Raum, in den sich jeder, zu jeder Zeit und von überall aus einloggen kann. Im Metaversum führen wir ein paralleles Leben mit Avataren, die unser Ich repräsentieren. Wir kaufen Grundstücke, bauen Häuser, halten Haustiere und gründen Familien. Alles ganz – fast – so wie im normalen Leben.

Dass das Metaverse einer der wichtigsten Krypto Trends 2022 ist, erkennt man an dem riesigen Umsatz, den die Branche weltweit bereits einfährt. Aber auch an der starken konsumorientierten Ausrichtung, denn natürlich steht uns diese virtuelle Welt zwar grundsätzlich kostenlos zur Verfügung, doch das Anschaffen von virtuellen Gegenständen, Objekten, Dingen sowie Tieren und vielleicht sogar virtuellen Familien und Freunden, lassen sich die Entwickler bezahlen.


Benutzer müssen dafür eine Wallet haben und diese mit Fiat, also herkömmlichem Geld, aufladen. Der Kauf oder auch das Freischalten von Spielebenen erfolgt dann in Form von Kryptowährungen. Welche Währungen das sein werden, entscheiden die Anbieter.

Facebook hat ja bereits vor einiger Zeit sein eigenes digitales Geld, Diem, angekündigt. Durch den Krypto Trend Metaverse wird jetzt auch klar, wofür diese Entwicklung benötigt wird.

Benutzer bezahlen also in Kryptowährungen für spezielle Angebote, Fanartikel, Eintrittskarten in virtuelle Konzerte, Sammlerobjekte oder auch zum Freischalten von Levels in Blockchain Games. Alle diese zum Kauf angebotenen Dinge sind NFT, Non-fungible Token, die digitale Abbildung eines realen Gegenstandes (oder einer Person) aus der physischen Welt.

Schon heute verbringt die Menschheit einen Großteil ihrer Zeit im Internet. Das Metaverse wird diese digitale Welt nun um eine neue Ebene erweitern und ergänzt den virtuellen Raum um digitale Konsumgüter.

Krypto-Trend #2: NFT und Tokenisierung

NFT und Tokenisierung gehören ebenfalls zu den Krypto Trends 2022. Denn NFT, also Non-fungible Token, was so viel wie nicht austauschbare Token bedeutet, haben sich von verrückten Kunstauktionen und spektakulären Versteigerungen zu einer bewährten Technologie entwickelt. Mit der Tokenisierung lassen sich physische Dinge in der virtuellen Welt oder einer digitalen Umgebung abbilden.

Nicht austauschbare Token sind einzigartige Code-Schnipsel, die auf der Blockchain hinterlegt werden. Sie identifizieren den Besitzer des Codes eindeutig und transparent durch die dauerhafte Sicherung auf der Kette. Während der Käufer von NFT-Kunst lediglich das Nutzungsrecht erworben hat, nicht aber wirklicher Eigentümer ist, bietet das Metaversum die Möglichkeit, den digitalen Gegenstand auch “wirklich” zu besitzen.

Das Eigentumsrecht ist mit dem Code auf der Blockchain verankert, da der Token nur einmal existiert und an diesen nicht austauschbaren Gegenstand gekoppelt ist. NFT lassen sich grundsätzlich immer weiterverkaufen oder tauschen.

Krypto-Trend #3: Blockchain Games

Play-to-Earn Games und Blockchain Games müssen Sie als einen DER Krypto-Trends 2022 auf jeden Fall im Blick behalten. Die Spielegiganten kaufen gerade reihenweise Start-ups auf und investieren in neue Technologien. Grund dafür ist auch das Rennen um den Anbieter des ersten Metaverse, denn natürlich wollen die Spieleentwickler nicht widerstandslos Facebook diesen Marktanteil überlassen. Und sie haben beste Voraussetzungen, denn die Gaming-Szene ist groß, es gibt eine aktive Community, und es existiert ein gut entwickelter, milliardenschwerer Markt.

Bei Play-to-Earn-Games können die Spieler durch aktive Teilnahme am Spiel ein Einkommen generieren, natürlich in Kryptowährungen. Man kann auch von einem „passiven“ Einkommen sprechen, da es einigen in der Szene gelungen ist, abseits regulärer Erwerbstätigkeit ein durchaus stabiles zusätzliches Einkommen aufzubauen.

Um dies zu erreichen, müssen Sie vor allem eins, und zwar das Spiel aktiv spielen und wahrscheinlich auch Geld ausgeben. Natürlich wollen zudem die Spielentwickler daran verdienen und bieten verschiedene Möglichkeiten an: Das kann die Freischaltung einer Bonus-Runde sein, ein seltener Avatar, ein besonderes Kleidungsstück oder eine spezielle Ausrüstung. Es geht auf jeden Fall darum, die Spieler bei Laune zu halten, damit sie aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Dafür werden sie dann auch je nach Anbieter mit Coins entlohnt. Diese können Sie dann entweder wieder im Spiel ausgeben oder in Fiat umwandeln und ausbezahlen lassen.

Krypto-Trend #4: Datenmarktplätze

Datenmarktplätze werden größer und wichtiger. Sie gewinnen an Bedeutung, insbesondere im Kontext des Datentransfers, nicht nur, aber vor allem aus dem Internet der Dinge. Wo immer mobile Endgeräte verbunden sind und miteinander kommunizieren müssen, werden Daten gebraucht und häufig neue Daten generiert.

Wir leben in einer Daten-Ökonomie, während wir gleichzeitig an vielen Stellen die Übersicht über vorhandene Daten verloren haben und ganz sicher viele Daten mehrfach an unterschiedlicher Quelle vorliegen. Ihre Formate dürften ebenfalls ganz verschieden sein, geschweige denn von den Software-Schnittstellen, die es bräuchte, um sie als Datenfeed senden zu können. Dieser Krypto-Trend wird uns ganz sicher die nächsten Jahre begleiten, denn Daten sind das Gold des Internets.


Daten sind das Futter für die neuen Technologien, allen voran Big Data und Künstliche Intelligenz. Einen Tesla autonom fahren zu lassen, funktioniert heute nur, weil es ausreichend zuverlässige Daten gab, mit denen die Software gefüttert werden konnte. Nicht nur gefüttert, sondern auch trainiert, denn das ist es, was Künstliche Intelligenz und Machine Learning wirklich ausmacht. Je mehr Daten eine Software hat, umso besser kann sie Auffälligkeiten und Anomalien erkennen. Auch bestimmte Muster werden zuverlässiger erkannt, wenn große Datenmengen vorliegen. Doch wie passt die Daten-Ökonomie zu den Krypto-Trends 2022?

Wir definieren Datenmarktplätze als Krypto-Trend 2022, denn die riesigen Datenmengen, die bereits historisch gewachsen vorliegen, plus die Daten, die wir über Milliarden von vernetzten Endgeräten in jeder Sekunde produzieren, sprengen den Rahmen der bisher verwandten Technologien. Aber die Blockchain ist in der Lage diese Datenmengen aufzunehmen, zu speichern und zu versenden. Allen voran ist hier IOTA zu nennen, denn die Entwickler arbeiten nicht mit der immer länger werdenden Kette des Bitcoin-Protokolls, sondern mit einem DAG, einem direkten, azyklischen Graphen. Statt jeden neuen Datensatz an alle bisher entstandenen Datensätze anzukoppeln (Bitcoin), werden die Datensätze bei IOTA ähnlich einem Wollknäuel hinzugefügt. Das Knäuel wird größer und dicker, stabiler und robuster gegen Widerstände, umso mehr Daten hinzugefügt werden. Das Wollknäuel kann theoretisch unendlich dick werden.

IOTA bietet bereits einen Datenmarktplatz an, denn seine Technologie ist für die Maschinen-Ökonomie interessant. Gehen wir davon aus, dass jede Maschine einen digitalen Zwilling erhält, der Daten besitzt, benötigt und generiert, dann ist der IOTA Tangle, so wird der DAG genannt, ideal, um darüber große Datenmengen auf einen Marktplatz zu laden.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um einen Marktplatz, hier können Daten auch gekauft und gehandelt werden. Warum sollte ein Unternehmen Daten teuer produzieren, wenn es bereits verlässliche Daten aus sicherer Quelle auf einem Marktplatz zu kaufen gibt? Genau wie in der Blockchain wird auch auf dem Tangle, ebenfalls eine Distributed Ledger Technologie, jede Transaktion abgespeichert. Überdies arbeiten schon einige Blockchain-Entwickler an Lösungen, um die Daten zu validieren, die in den Marktplatz geladen werden. Die sogenannten Oracles leisten bereits gute Dienste im Bereich von DeFi. Dort holen sie die Kursdaten zu Kryptowährungen von Sammelstellen ab, validieren ihre Richtigkeit innerhalb des Netzwerkes auf Basis von Konsensverfahren und stellen diese dann anschließend den dezentralen Krypto-Börsen zur Verfügung.

Benutzer der Börsen haben dann immer den aktuellen Kurswert einer Kryptowährung, die sie gerade handeln oder zum Staking als Liquidität der Börse kostenpflichtig zur Verfügung stellen wollen.

Krypto-Trend #5: Plattformen

Von den Datenmarktplätzen als Krypto-Trend 2022 kommen wir nun zu den Plattformen. Die Zukunft wird als Plattform-Ökonomie vom Benutzer wahrgenommen werden. Genau wie das Metaversum eine Plattform sein wird, und davon können auch mehrere existieren, werden sich Anbieter von Leistungen auf Plattformen zusammenschließen. Als Krypto-Trend kann hier ganz sicher die Mobilität genannt werden. So setzt etwa die Firma Bloxmove.com eine Mobilitätsplattform ein, bei der Benutzer nahtlos verschiedene Mobilitätsangebote über nur eine Plattform nutzen können.

Derzeit musst du dich über Apps der verschiedenen Anbieter einloggen, um einen E-Roller zu mieten oder ein Carsharing Auto nutzen zu können. Doch die Zukunft wird durch Blockchain und andere Distributed-Ledger-Technologien, kurz DLT, nahtloser und reibungsloser.

Das bedeutet, du brauchst dann nur noch eine App oder Plattform und kaufst dort alle deine Tickets. Allerdings nicht wie auf einer der derzeitigen Sammel-Plattformen, die nur die verschiedenen Apps unter einem Dach bündeln. Es geht beim Thema urbaner Mobilität darum, nur eine App auf einer Plattform zu nutzen und dort alle Anbieter zu finden. Du kaufst also nur einmal ein Ticket, denn die Abrechnung der einzelnen Nutzungen erledigt die Blockchain für dich.

Krypto-Trend #6: Hybride Blockchains

Ein weiterer Krypto Trend 2022, den wir ganz weit vorne sehen, sind hybride Blockchains. Die Schwächen der klassischen Bitcoin-Blockchain sind bekannt, es fehlt an Skalierbarkeit, Transaktionen dauern zu lange und der Energiehunger der Rechenaufgaben für das Erstellen eines neuen Blocks ist gigantisch. Das liegt unter anderem an dem verwendeten Konsensverfahren, dem Proof-of-Work.

Die kritischen Stimmen blieben nicht ungehört, so stellt auch Ethereum seinen Proof-of-Work auf Proof-of-Stake um. Das bringt schnellere Transaktionen, weniger Energieverbrauch und soll langfristig auch die sehr hohen Gas-Gebühren senken.

Hybride Blockchains als einer der Krypto-Trends schlechthin, bieten die Möglichkeit, mehr als nur einen Konsens zu nutzen. Durch die Kombination von zwei oder mehr Konsensverfahren lässt sich bereits ein erheblicher Teil Energie einsparen. Die Benutzerfreundlichkeit steigt und die Transaktionen können auf sogenannten Sidechains, das sind parallele Ketten zur Hauptkette, abgewickelt werden und erst danach auf der Hauptkette dauerhaft gespeichert.

Wir sehen hybride Blockchains als Krypto-Trend 2022, denn die Thematik der Nachhaltigkeit wird uns ganz sicher noch stärker beschäftigen, als das bisher der Fall ist.

jens ischebeck

Über den Autor: Jens Ischebeck ist Betreiber der Webseite cryptoeinfach.de. Ziel der Seite ist es, Bitcoin und Kryptowährungen einfach und verständlich zu erklären und die Chancen dieser neuen Technologie zu erläutern. Außerdem ist er sehr gefragter Antwort-Geber auf Quora.