Vergleich der Staking Kryptobörsen 2020

Es war einmal: Zinsen! Man stelle sich vor! Ea gab mal eine Zeit, da legte man good old Fiatgeld auf die Bank, und es wurde ganz von alleine mehr. Millennials halten das wohl für ein Märchen.

Längst ist die Zinslandschaft flach und karg. Aber es geht noch trister: Mittlerweile sind Negativzinsen an Banken keine Seltenheit! Was manchen Fintechs mit einem Token-Burn veranstalten, kann die klassische Finanzindustrie einfach so nebenbei – Werte verbrennen.

Wie sooft kehren Kryptowährungen auch diesen Trend um. „Staking“ (zu Deutsch: einsetzen) heißt die Methode, bei der sich manche Kryptowährungen vermehren, indem sie einfach nur in einem Wallet gehalten werden. Das könnte man mit ehemaligen Guthaben-Zinsen vergleichen und hat in der Welt der Digital Assets natürlich wieder einmal einen technischen Background.

Hintergrund: Proof of Stake belohnt Staking

kraken bannerFür Staking geeignet sind Coins, die auf dem Proof of Stake basieren – die also, im Gegensatz zu beispielsweise Bitcoin, kein Proof of Work benötigen, um einen neuen Block in der Chain zu eröffnen. Während im Falle von BTC und anderen PoW Assets Miner durch das Zur-Verfügung-Stellen von Rechenleistung den Betrieb des Netzwerks sichern und sich dafür eine Belohnung verdienen, ist im Falle von PoS Coins der Mechanismus anders:

Um einen neuen Block zu validieren, werden nicht die arbeitsamsten Rechner als Node zugelassen, sondern nach der Anzahl der eingesetzten Coins ausgewählt. Daher wächst in der Regel die Chance, als Block-Validierer (und somit Belohnter) ausgewählt zu werden, je höher der Einsatz an Coins ist.

 

Staking an Börsen im Vergleich

Wenn nun User ihre gehaltenen Coins an einer Börse halten, die Staking anbietet (hier geht’s zu den wichtigsten Kryptobörsen im Vergleich), delegieren sie quasi ihr „Stimmrecht“. Die Börse erhält die Belohnung und zahlt sie an die Staking-Teilnehmer weiter. Die Börse kann dabei ihren Staking Reward entweder mit Abschlag oder direkt an die Kunden weitergeben.

De facto ergibt sich daraus eine klassische Verzinsung, die Investitionen in die Kryptowelt auch für Menschen attraktier machen, die bisher von hoher Volatilität der Kurse abgeschreckt wurden. Staking wird nämlich an den Börsen zum Fixsatz angeboten.

Vergleichen der Börsen lohnt sich! Denn nicht jede Exchange bietet sich als Staking-Partner an: Der erste Flaschenhals sind die an einer Kryptobörse geführten Coins. Wird nur mit Proof-of-Work basierenden Assets wie Bitcoin getradet, erübrigt sich das Staking aus technischen Gründen. Manche Börsen bieten derzeit prinzipiell kein Staking an – wie etwa Bitpanda.

Börsen, die Staking anbieten

Binance

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Die umsatzmäßig größte Kryptobörse der Welt bietet derzeit Staking – unter anderem der Werte Stellar, Algorand, NEO oder Qtum an. In unserem extra Artikel finden Sie mehr Infos zum Börsen-Staking bei Binance. Vorteil: Sie können nach wie vor Assets bewegen; gesamten Rewards werden an die Börsen-Kunden weitergegeben.

Kraken

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Die große Kryptobörse aus San Francisco bietet  derzeit nur Staking für Tezoz (XTZ) an. Keine Mindest-Laufzeit, jederzeit zu „un-staken“, gebührenfrei und 6% Zinsen vulgo Rewards pro Jahr. Näheres auf unserer Seite über Kraken-Staking.

Coinbase

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Coinbase ist im Bereich des Stakings leider nicht die Adresse unserer und Ihrere Wahl: Zwar wird ebenfalls Tezoz (XTZ) angeboten, allerdings nur 5% Reward jährlich – der noch dazu nur an US-Kunden ausbezahlt werden kann.

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Sascha Bém
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