Hodler aufgepasst: Der Bitcoin und die Zinsen

Der Bitcoin-Kurs erreichte in den letzten Tagen ein neues Allzeithoch und die Marktkapitalisierung steigt gen Olymp. Natürlich steigt mit dem Hype auch die Anzahl der Trader – wir haben einen kleinen Guide zusammengestellt, und geschaut wie man die besten Kryptowährungen aus dem Jahr 2021 noch rentabler machen kann!

Zinsen auf Kryptowährungen? Yes!

Ein kurzer Ausflug in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre lohnt sich hier: Denn nicht jeder, der sich mit Krypto-Trading beschäftigt, ist absoluter Zins-Experte. Was sind eigentlich Zinsen? „Der Zins ist der Preis für befristet zur Verfügung gestelltes Geld. Der Zinsbetrag ergibt sich aus Zinssatz, Laufzeit und Höhe des überlassenen Kapitals. Das Niveau des Zinssatzes hängt vor allem von Angebot und Nachfrage, der Bonität des Schuldners, dem Leitzins und dem Zweck der Geldüberlassung ab.“ (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)

Bedeutet im Klartext: Aus Geld mach noch mehr Geld – oder halt Bitcoins. Es gibt verschiedene Gründe, warum Kryptobörsen oder DeFi Plattformen Zinsen auf das digitale Geld zahlen. Wir stellen die Wichtigsten vor.

Lending, never heard? You should have.

Lending bedeutet zu deutsch: Kreditvergabe. Und sagt eigentlich schon alles. Aber dennoch unterscheidet sich das Crypto-Lending – wie vom Cryptostudio beschrieben – von dem Geldleihen an einer Bank deutlich. Die Kreditnehmer müssen als Sicherheit Kryptowährungen hinterlegen, um einen Kredit zu bekommen. Die Kreditnehmer entscheiden sich also bewusst dafür, ihre Kryptowährungen nicht zu verkaufen, sondern sie zu beleihen – ähnlich wie bei einer Pfandleihe. 

Ein kleines Beispiel: Angenommen ein Bitcoin-Trader möchte 10 Bitcoins handeln und nutzt dabei einen 10x Hebel. Dann muss er nur 1 BTC selber besitzen die anderen 9 leiht er sich und zahlt dafür einen Zins. Sobald der Kurs 10% gegen unseren Trader mit dem 10x Hebel läuft wird er liquidiert und die verbleibenden 9 BTC werden an die Verleiher zurückgezahlt inklusive Zinsen. Die gesamte Abwicklung bieten Kryptobörsen ebenfalls als Services an.

Staking? Der neue Shit.

Staking? Noch nie gehört? Wir reißen es mal an. Viele Kryptowährungen, wie der Binance Coin (BNB) oder Tron (TRX) laufen auf dem sogenannten Proof-of-Stake. Dabei wird kein energieaufwendiges Mining mehr betrieben, sondern Staking. Das ist technisch sehr kompliziert, daher verschonen wir die Leser*innen an dieser Stelle mit Nerd-Talks. Denn: den eigentlich Vorgang des Stakings nehmen euch Kryptobörsen wie Binance ab, und bieten das Coin-Staking als Service an. Die Gewinne werden dann 1:1 an die Anleger weitergegeben. Ein Risiko kann man hier kaum eingehen, aber wir empfehlen ihn nur Hodler zu nutzen. Die Kryptowährungen müssen in der Wallet der Exchange bleiben und es wird vorher ausgewählt, wie lange die Coins gestaked werden sollen. In dieser Zeit kann das digitale Geld dann auch nicht von der Börse abgehoben oder verkauft werden. Nach Ablauf der Zeit kann dann wieder getradet werden, was das Zeug hält. Also nichts für die Abenteurer unter uns.

DeFi is not just a trend.

Auch hier natürlich erstmal eine DeFinition. What is it about? DeFi ist die Abkürzung für Decentralized Finance. Bei DeFi-Anwendungen übernimmt die Aufgabe des zentralen Mittelsmannes wie bei einer Bank, das Netzwerk an Teilnehmern, das sich nach den “Spielregeln” im Protokoll richtet. In aller Regel handelt es sich dabei um ein Blockchain-Protokoll, das eine dezentrale Organisation durch so genannte Smart Contracts ermöglicht. Smart Contracts sind digitale Verträge, die in Programmcode eingebettet sind und somit menschliche oder manuelle Transaktionen ersetzen können.

Und wie mache ich damit jetzt Geld? Mit den schlauen Verträgen. Die Smart Contracts können dazu genutzt werden, um Guthaben clever anzulegen oder zu verleihen. Dennoch ist das die wohl riskanteste Anlagemöglichkeit, da man hier sehr der Volatilität der Kryptowährungen ausgesetzt ist. Außerdem gab es teilweise auch Sicherheitslücken der Smart Contracts, die dann ausgenutzt wurden. Wer durch DeFi Geld verdienen möchte, wendet sich am besten an eine der vertrauensvollen und wichtigsten Kryptobörsen, und legt dort seine Guthaben nur in Contracts an, die auch von der Plattform gecheckt und freigegeben wurden.

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Lisa Gröning
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