BlackRock und Spotify auf dem Weg an die Blockchain

BlackRock Inc. ist ungefähr so etwas wie die Organisation „Spectre“ bei James Bond. Weltumspannend, supermächtig, geheimnisumwittert. Der Unterschied: bei BlackRock geht es nicht um eine Weltverschwörung, sondern schlicht ums Geld.
Mit 7,4 Billionen US-Dollar (7,400.000.000.000) gilt BlackRock als der größte Vermögensverwalter der Welt. 2010 bezeichnete der damalige CEO Ralph Schlosstein das Unternehmen sogar als „das wichtigste Finanzinstitut der Welt“. Das hören EZB oder Fed sicher gerne.

Gesinnungswandel im alten Geld

BlackRock ist überall – und überall investiert. JPMorgan Chase, Apple, McDonalds, Nestlé, Exxon Mobil, Shell, Deutsche Bank, Lufthansa, Daimler… you name it. Es verwundert wenig, dass der CEO, Larry Fink, kein Freund von neuem Geld à la Bitcoin ist, wenn er so viel vom alten kontrolliert. Vor zwei Jahren noch meinte Fink, der BTC sei gescheitert.
Diese Woche äußerte er sich laut einem CNBC-Bericht in einer ganz anderen Tonlage: Der Bitcoin könne sehr wohl eine Zukunft als globaler Anlagewert haben – auch wenn er eine noch relativ kleine Anlageklasse sei. Nota bene: In „Spectre“-Maßstäben ist eine Marktkapitalisierung von mehr als 350 Mrd. Dollar „a thin market“. Digitale Währungen würden außerdem die Bedeutung von US-Dollar-basierten Assets am internationalen Anlagemarkt verringern, so Fink.

Wer also Bitcoin kaufen, in Ethereum investieren oder in Ripple anlegen könne, entscheide sich laut Larry Fink für eine direkte Konkurrenz zu klassischen Anlagewerten. BlackRock wird sicher nicht mehr lange zusehen, wie Kryptobörsen am internationalen Investment-Business knabbern. Das wird der nächste Coup, wenn „das wichtigste Finanzinstitut der Welt“ in Krypto macht.

Spotify goes Diem!

Im Schatten der News vom schwarzen Felsen darf eine Stellenanzeige nicht übersehen werden: Der schwedische Audio-Streaming-Dienst Spotify, sucht in einem Stellenangebot nach einem „Associate Director, Payments Strategy & Innovation“. Dabei wird dezidiert auf Entwicklungen in den Bereichen Digital Assets und Kryptowährungen hingewiesen. Und: auf Diem a.k.a. TAFKAL (the asset formerly known as Libra)!
Spotify wird wohl mittelfristig Coin-Payments integrieren, was für ein so kleinteilig verrechnendes und multinational tätiges Unternehmen naheliegend ist. Neben der Bedeutung für die Spotify-User könnte eine solche Integration auch das Verrechnungsmodell für Künstler beeinflussen. Kryptowährungen für Mini-Tantiemen im Streamingbereich einzusetzen – diese Idee kursiert schon länger in der Szene.
So oder so. Auch Spotify wird das Kryptobusiness boosten.

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Sascha Bém
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