29. Dezember 2020

Leise rieseln die Krypto-Trends für das Jahr 2021

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Vollgefressen und besinnlich gesoffen: Es ist an der Zeit für eine Prognose der Kryptowährungen in 2021. Nach einem fulminanten Jahr für das digitale Geld, scheint es so, als würden Blockchain und Co. die Zukunft bestimmen. Wir haben uns mal umgeschaut, und nach den heißesten Trends für das nächste Jahr gesucht.

Aber wie wir seit spätestens 2020 wissen: Nichts ist gewiss und vieles kommt anders, als man denkt. Ein bisschen Kaffeesatzleserei zum Jahresende kann dennoch nicht schaden.

Viele Köche verderben den Brei

Erstmal gilt es natürlich den Bitcoin gebührend zu feiern: Ein neues Allzeithoch wurde in den letzten Wochen erreicht und es scheint, als wäre der Krypto-Markt mit den besten Kryptowährungen aus dem Jahr 2021 nicht mehr zu bremsen. Damit gelangt das digitale Geld immer mehr in Richtung Mainstream: Höherer Verbraucherschutz, größere Nutzerfreundlichkeit, steigende Kurse durch mehr und vor allem professionelle Marktteilnehmer sind die positiven Seiten dieses Wandels. Auf der anderen Seite wird die Dezentralisierung und der Grundgedanke von Nakamoto verkehrt: Wir werden uns 2021 nicht vor dem Versuch der Zentralisierung durch den Staat und Konzerne wehren können. Denn mit dem Einzug des traditionellen Finanzwesens in den Sektor der Krypto-Technologie werden die Karten neu gemischt. Mehr Regulation, dafür weniger Freiräume. Bereits dieses Jahr wurden Warnungen aus der Politik laut, dass man bereit sei, Kryptowährungen – und auch Stable Coins wie Tether –, zu regulieren oder gar zu verbieten.Die Gegenbewegung zur Regulierungsoffensive könnte sich aus dem DeFi-Ökosystem entwickeln und zum Angriff ansetzen, würde diese Nische in 2021 nochmal enorm an Wachstum zunehmen.

Abseits des Blicks in die Glaskugel ist eines gewiss: Es wird noch zu massiven Konflikten zwischen der Krypto-Community und zentralen Kontrollorganen kommen.

Alles Gucci?

NFT it is! Noch nie etwas davon gehört? Non-Fungible Tokens finden überall dort Verwendung, wo virtuelle Güter als einmalige Objekte gesammelt und gehandelt werden können, also bei virtueller Kunst oder Einzelobjekten in Computerspielen. Aber hierbei geht es nicht nur um digitale Sammelkarten von kleinen Kitties. Sobald Investoren verstanden haben, dass perspektivisch jeder zu seinem Turnschuh oder Auto einen digitalen Zwilling in Form eines NFT erhalten könnte, dürfte dieser Markt noch mehr ins Rampenlicht rücken.

Neben dem Bereich der digitalen Kunst stößt auch die Fashion- und Lifestyle-Industrie immer stärker in Richtung NFT hervor: Besonders spannend ist hier der Einzug in die NFT-Ökonomie vom bekanntesten digitalen Model Lil Miquela. Diese posiert als virtuelle Influencerin für große Marken wie Diesel, Nike oder Gucci. Und einer davon hat gleich ein Patent auf Krypto-Sneaker angemeldet. Kein Geringer als Big-Player Nike könnte 2021 CryptoKicks herausbringen und so mit Unterstützung von Influencern einen neuen Hype loskicken.

Das Aktien-Bitcoin-Invest

Nachdem wir jetzt über die Trends des Krypto-Marktes geredet haben, wird es einmal Zeit, einen Blick auf die Verbraucher zu werfen. Welche Trends können genutzt werden, um abseits des Geldes unter dem Kopfkissen Rendite einzufahren? Einige Stimmen wurden in jüngster Vergangenheit laut, Aktien von Unternehmen, die Bitcoin kaufen, seien ein kleiner Goldschatz. Woran das liegt? Ganz einfach. Kryptowährungen ziehen immer mehr in den Mainstream ein und viele Experten vermuten einen rasanten Kursanstieg in den nächsten Jahren. Schlaue Unternehmer wie Elon Musk füttern ihr Business mit einer Menge an Bitcoin. So steigt der Wert des Unternehmens – sie investieren also sowohl in eine Firma, als auch in das digitale Geld. Zwei Fliegen mit einer Klappe? Ja. Sinkt der Bitcoin, fängt der Unternehmenswert den Verlust auf. Und andersherum.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Zeit und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2021. 

Lisa Gröning